Newsletter 05/2012

Geschlechtergerechte Steuerpolitik
am Donnerstag, 10 .05. um 19:30 Uhr, Rathaus Schöneberg, Raum 2047
Referentin: Lore Hüser

Nur Reiche können sich einen armen Staat leisten! Wir alle wissen, dass der Staat Einnahmen braucht, um Bildung, Daseinsvorsorge und Infrastruktur finanzieren können. Steuern sind also zur Gestaltung unseres Lebens zwingend notwendig. Doch sind die Steuern, die erhoben werden auch gerecht verteilt? Die AsF fordert seit Jahren die Abschaffung des Ehegattensplitting bei der Einkommenssteuer. Es ist der deutlichste Ausdruck einer auf alten Rollenbildern fixierten Steuerpolitik. Doch ist die Abschaffung des Ehegattensplitting die einzige Hürde auf dem Weg zu einer geschlechtergerechten Steuerpolitik? An wie vielen Stellschrauben des Steuerrechts müssen wir drehen?

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu un­se­rer kom­men­den Mit­glie­der­ver­samm­lung, der ver­gan­ge­nen Mit­glie­der­ver­samm­lung und ak­tu­el­len Ver­an­stal­tun­gen fin­den Sie in der ak­tu­el­len Aus­ga­be un­se­res Newsletter 05_2012

Frauen im Bezirk sichtbar machen!

Wir wollen Frauen im Bezirk sichtbar machen!

Die traditionelle Geschichtsschreibung hatte Frauen lange übersehen. Dies zeigt sich auch in der Benennung von Straßen. In Tempelhof-Schöneberg finden sich kaum Frauen auf Straßenschildern wieder. Dabei sind weibliche Galionsfiguren als Vorbilder für eine gleichberechtigte Gesellschaft sehr wichtig. Mit einer Liste oder einem Namenspool mit Frauennamen für Straßenbenennungen, verbinden wir den Wunsch, dem weiblichen Blick auf die Welt Ausdruck zu verleihen und die Vielfalt weiblichen Schaffens und Denkens sichtbar zu machen. (Quelle: Drs. 0209/XIX)

Für den Antrag Drs. 0209/XIX Frauen im Bezirk sichtbar machen recherchierte die ASF Tempelhof-Schöneberg die Biografien vieler toller Frauen, die wir für ehrenswert halten:


Elisabeth Abegg

Elisabeth Abegg (3.3.1882 Wien – 8.8.1974 in Berlin) war Pädagogin am Luisen Oberlyzeum in Mitte sowie später am Rückert Gymnasium in Schöneberg. Dort durfte sie nach Sie kämpfte im Widerstand gegen das NS-Regim. Gemeinsam mit ihrer Schwester Julie half Abegg Juden und Jüdinnen indem sie sie mit Unterkunft, Verstecken, Lebensmitteln, Kleidung, Geld und falschen Papieren vermittelte. Bei diesen Aktivitäten wurde sie unterstützt von mitgliedern des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, der Sozialen Arbeitsgemeinschaft Berlin-Ost und ehemaligen Schülerinnen. Abegg wurde mit dem Bundesverdienstkreuz sowie in der Gedenkstätte Yad Vashem geehrt.
Literatur: Israel Gutman, Sara Bender, Daniel Fraenkel und Jakob Borut (Hrsg.): Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher, Yad Vashem und Wallstein-Verlag [2005]
Nach Elisabeth Abegg ist im bezirk Mitte eine Straße benannt.

Pina Bausch
Pina (Philippina) Bausch (27.07.1940 in Solingen – 30.06.2009 in Wuppertal) war eine deutsche Tänzerin, Choreografin, Tanzpädagogin und Ballettdirektorin. Nach Ihr wurde das Tanztheater Pina Bausch in Wuppertal benannt, das Weltruhm erlangte. Pina Bausch, seit den 1970er-Jahren als Kulturfigur der internationalen Tanzscene gefeiert, gilt heute als eine der bedeutensten Choreografen/innen der Gegenwart. Ihren Stil prägten die Verstrickung von Tanz mit anderen Genres der darstellenden Kunst wie Gesang aber auch Medienperformance. Das Tanztheater Pina Bausch befindet sich in der Partnerstadt Tempelhof-Schönebergs Wuppertal.
Quellen: http://www.pina-bausch.de/, http://www.pina-film.de/de/pina-bausch.html

Margarete Berent
Margarete Berent (9.7.1887 Berlin -23.6.1965 New York) war 1919 die erste Frau mit einem juristischen Staatsexamen in Preußen und wurde zur Spezialistin für Ehe- und Familienrecht. Sie promovierte 1914 „Über die Zugewinngemeinschaft der Ehegatten“. Berent war Mitbegründerin diverser Frauenvereine darunter des Juristinnebundes und des Akademikerinnenvereins sowie Vorstandsmitglied des Jüdischen Frauenbundes. Ihre Praxis befand sich in der Goltzstr. 34. 1933 wurde Berent aus der Rechtsanwaltspraxis ausgeschlossen. 1939 emigrierte sie über Chile in die USA.
Quellen: Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhunter. Lexikon zu Leben und Werk, hrsg. Jutta dick, Marina Sassenberg, Reinbek 1993.

Gertrud Hanna

Gertrud Hanna (22.6.1876-26.1.1944 Berlin) war von 1909 bis 1933 Leiterin des Arbeiterinnensekretariats beim ADGB und Mitglied des preußischen Landtags 1919 bis 1933 für die SPD. Sie setzte sich für die Anerkennung weiblicher Mitglieder in der Gewerkschaft ein und engagierte sich in der SPD für die Frauenpolitik. Zermürbt von der Nazi-Verfolgung begang Hanna gemeinsam mit Ihrer Schwester den Selbstmord. Hannah lebte vor 1918 in Neu-Tempelhof.
Quellen: Antje Dertinger: Gertrud Hannah. Anwältin der erwerbstätigen Frauen in: Sie waren die ersten. Frauen in der Arbeiterbewegung, Hrsg. Dieter Schneider, frakfurt a.M.1988, s. 165-182.

Jenny Hirsch
Jenny Hirsch (25.11.1829 Zerbst – 10.3.1902 Berlin) war Frauen- und Sozialarbeiterin, Schriftstellerin und Übersetzerin. Sie war Mitbegründerin des Allgemeinen Deutschen Frauen Vereins (ADF) und des in Schöneberg ansässigen Lette-Vereins, in dem sie zeitweilig Schriftführerin war. Als Mitarbeiterin zahlreicher Frauenzeitschriften gab sie unter anderem „Frauen-Anwalt. Organ des Verbandes der Frauenbildungs- und Erwerbsvereine“ heraus.
Quellen: Marianne Büning, Jenny Hirsch. Frauenrechtlerin – Redakteurin – Schriftstellerin, Berlin 2004.

Clara Immerwahr, verh. Haber
Clara Immerwahr (21.6.1870 – 2.5.1915) war die jüngste Tochter des Chemikers Phillip Immerwahr und seiner Ehefrau Anna Krohn, einer gutbürgerlichen Familie in Breslau. Nach einer Lehrerinnenausbildung studierte Clara Chemie. Als erste Frau an der Universität Breslau promovierte sie 1900 in physikalischer Chemie. Ihren Abschluß machte sie „Summa cum Laude“. 1901 heiratete sie den Chemiker Fritz Haber. Sie hoffte auch als Ehefrau weiter in der Forschung arbeiten zu können, diese Hoffnung erfüllte sich nicht. Während Fritz eine steile Karriere machte und schließlich zum Direktor des Instituts für Physikalische Chemie und Elektrochemie der Kaiser-Wilhelm-Gesellschaft berufen wurde, musste Clara die undankbare Rolle der repräsentierenden, umsorgenden und allenfalls zuarbeitenden Professorengattin übernehmen. In der Ehe kriselte es. Fritz war fanatischer Patriot und widmete seine Forschungen vollkommen der Suche nach neuen Kampfgasen. Im Laufe des Krieges wurde er Abteilungsleiter im Kriegsministerium und übernahm die wissenschaftliche Verantwortung für das gesamte Gaskampfwesen. Clara bezog dazu deutlich Stellung und bezeichnete das ganze Unternehmen als «Perversion der Wissenschaft», Haber warf ihr «Landesverrat» und «antimilitärische Einstellung» vor. Am 22. April 1915 befehligte Haber an der Westfront bei Ypern in Belgien den erstmaligen Einsatz von Chlorgas. Am 2. Mai 1915 erschoss sich Clara aus Protest gegen die von ihrem Mann geleitete erste chemische Massenvernichtung und deren unabsehbare Folgen. Doch am nächsten Tag stand in der Zeitung, das die Gründe für ihren Freitod unbekannt seien. Seit 1991 ehrt der Verein Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW)das Andenken an die Pazifistin mit der Verleihung der Clara-Immerwahr-Medaille


Luise Kautsky

Luise Kautsky (11.8.1864 Wien -1.11.1944 Ausschwitz-Birkenau) war als Ehefrau von Karl Kautsky seine politische Weggefährtin und unentbehrliche Stütze. Sie hat durch eigenständige Übersetzungen sozialistischer Texte aus dem Englischen und Französischen maßgebend zur internationalen Verständigung der Arbeiterbewegung beigetragen. Als Freundin von Rosa Luxemburg war sie deren erste Biografin. Als Jüdin wurde sie mit 80 Jahren nach Auschwitz-Birkenau deportiert. Auf dem Krankenlager antwortete sie, dem Tode nahe, dem KZ-Arzt Mengele auf seine Frage, ob sie des Kommunisten Frau sein: „ Ich bin des Sozialisten Frau“. Luise Kautsky war seit 1890 mit Karl Kautsky verheiratet. Allein in Friedenau hatte das Ehepaar mit ihren drei Söhnen vier Wohnadressen. Von 1900 bis 1902 wohnten sie in dem heute denkmalgeschützten Haus Saarstraße 14. Das Haus wurde zum Treffpunkt der frühen Sozialdemokratie. Die drei Söhne gingen in Friedenau zur Schule. Außerdem lebte sie in der Wielandstraße 26.
Quellen: Jüdische Frauen im 19. und 20. Jahrhundert. Lexikon zu Leben und Werk, hrsg. Jutta Dick, Marina Sassenberg, Reinbek 1993.

Erna Proskauer
Erna Proskauer (5.8.1903 – 18.1.2001), geboren in Bromberg, musste sie mit 17 Jahren ihre Geburtsstadt aufgrund des Versailles Vertrages verlassen. Die Familie zieht nach Berlin in die Kaiserallee (heute Bundesallee). Erna Proskauer studiert als eine der ersten Frauen Rechtswissenschaften. 1933 wird die frischgebackene Gerichtsassessorin „bis auf weiteres“ vom Dienst suspendiert. Als Jüdin wird ihr auch die Zulassung als Anwältin verweigert. Zusammen mit ihrem Mann Max, der ebenfalls Jurist ist, emigriert sie nach Israel. Anfang der 50er Jahre kehren sie nach Deutschland zurück. Sie nehmen sich eine Wohnung in Schöneberg, Max lässt sich als Anwalt nieder. Erna beantragt die Wiederaufnahme in den Justizdienst, doch diese wird ihr nach jahrelangen Prozessen letztendlich mit der Begründung verweigert, daß Erna Proskauer nicht als Jüdin benachteiligt worden sein soll, sondern aus beamtenrechtlichen Gründen zuallererst „als verheiratete Frau“. Dafür gibt es keine Wiedergutmachung. Für ihre „Verdienste um die Berliner Justiz“ wurde Erna Proskauer 1995 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Sie starb 2001 in ihrem 98. Lebensjahr.Sie starb 2001 in ihrem 98. Lebensjahr.

Gertrude Sandmann
Gertrude Sandmann (16.11.1893 in Berlin – 6.1.1981 Berlin) war eine Berliner Künstlerin und Gründerin der Gruppe L47. Als lesbisch jüdische Malerin durfte sie zunächst nicht an der Akademie der Künste lernen und belegte Kurse beim Verein Berliner Künstlerinnen. In der NS-Zeit wurde sie verfolgt und tauchte unter. Ihre Gedanken zum Überlebenskampf im Berliner Untergrund, zum Judentum und der gesellschaftlichen Position Frau lassen Ihre Werke in einem politischen Kontext erscheinen.
Quellen: Anna Havemann: Gertrude Sandmann, Künstlerin und Frauenrechtlerin. Hrsg.: Heinrich & Hentrich, 2011.

Elisabeth Schumacher
Elisabeth Schumacher (geb. Hohenemser: 28.04.1904 – 22.12.1942 Berlin) war Grafikerin und Mitglied der „Roten Kapelle“. Während des Spanischen Bürgerkrieges kopierte und miniaturisierte sie geheime Materialien der deutschen Luftwaffe, und verteilte mit der Gruppe illegal Flugblätter und dokumentierte Verbrechen des NS-Regimes. Sie verbreitete selbst illegale Widerstandsschriften und versuchte, jüdische Angehörige vor der Deportation zu schützen. 1942 wurden Sie, ihr Mann, der Bildhauer Kurt Schumacher, den sie 1934 geheiratet hatte, und zahlreiche weitere Mitglieder Widerständler verhaftet. Sie wurde am 19. Dezember vom Reichskriegsgericht wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“, „Landesverrat“ und weiterer politischer Vergehen zum Tode verurteilt und am 22. Dezember im Strafgefängnis Berlin-Plötzensee unter dem Fallbeil hingerichtet.
Quellen: http://www.gdw-berlin.de/bio/ausgabe_mit.php?id=224, http://de.wikipedia.org/wiki/Elisabeth_Schumacher
Heinrich Scheel: Kurt und Elisabeth Schumacher. In: Hans Coppi/Jürgen Danyel/Johannes Tuchel (Hrsg.): Die Rote Kapelle im Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Berlin 1994, 254ff.
Regina Griebel/Marlies Coburger/Heinrich Scheel: Erfasst? Das Gestapo-Album zur Roten Kapelle. Halle 1992

Helene Stöcker
Helene Stöcker (13.11.1869 Elberfels – 24.2.1943 New York) war eine deutsche Sexualreformerin und Pazifistin. Stöcker war eine der ersten Berliner Abiturientinnen und Gasthörerinnen der Berliner Universität. 1905 Gründete sie den „Bund für Mutterschutz und Sexualreform“. Ihr Friedenauer Wohnsitz in der Sentastraße 5 wurde zweitweise zum Sitz des Vereins. Stöcker setzte sich u.a. für die Sexualaufklärung, Verhütung und Sexualhygiene sowie für die Straffreiheit der Abtreibung, freie Sexualität für Frauen auch außerhalb der Ehe und männliche Homosexualität ein. Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges engagierte sich Stöcker in der Friedensbewegung und wurde Mitglied des „Bundes für Kriegsdienstgegner“ (BdF). Nach der Machtübernahme der Nazis floh sie über die Schweiz und Schweden in die USA.
Quellen: Christl Wickert: Helene Stöcker 1869-1943. Frauenrechtlerin, Sexualreformerin und Pazifistin, Bonn 1991.

Gerda Szepansky
Gerda Szepansky (geb.: 6. Dezember 1925 Berlin – 3. August 2004 Berlin-Mariendorf) war Journalistin, Lehrerin, und Publizistin und erhielt 1996 das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. In der Nachkriegszeit wurden sie und ihr Mann Wolfgang Szepansky, ein Überlebender des KZ Sachsenhausen, den sie auf einer Versammlung antifaschistischer Lehrer kurz nach Kriegsende kennengelernt hatte, wegen „aktiver Betätigung im Sinne der SED“ per Strafbescheid aus dem Schuldienst entlassen. Sie übernahm die Leitung des Kulturclubs der Gesellschaft für Deutsch-Sowjetische Freundschaft in West-Berlin. Als Historikerin beschäftigte sie sich mit der Aufarbeitung der Lebensgeschichten von Frauen, sie engagierte sich für die Gedenkstätte des Frauen-KZ Ravensbrück, organisierte Austellungen und Veröffentlichungern für die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung und war auch im Verband deutscher Schriftsteller in der Gewerkschaft ver.di aktiv.
Quellen: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gerda-szepansky/558604.html, http://web.archive.org/web/20081208044824/http://www.paper-press.de/pp/pp391.html#2, http://de.wikipedia.org/wiki/Gerda_Szepansky

Franziska Tiburtius
Franziska Tiburtius (geb.: 24. Januar 1843 auf Rügen – 5. Mai 1927 Berlin) war eine der ersten deutschen Ärztinnen und Kämpferin für die Öffnung der Universitäten für Frauen.
Nach dem Schulabschluss arbeitete sie zunächst als Erzieherin auf Rügen und in England, bevor sie sich entschloss, Medizin zu studieren. In Deutschland war es Frauen zu dieser Zeit nicht gestattet die Universität zu besuchen, daher ging sie 1871 nach Zürich, wo bereits seit den 1860er Jahren Frauen immatrikuliert wurden und ihnen das Promotionsrecht geboten wurde. Bereits 1876 schloss sie ihr Medizinstudium mit hervorragenden Leistungen ab und ging anschließend als Volontärärztin nach Leipzig, dann in die Königliche Entbindungsanstalt Dresden, wo sie sich vergeblich um eine Approbation bemühte. Daraufhin zog sie nach Berlin und gründete gemeinsam mit Emilie Lehmus im Prenzlauer Berg eine eigene Praxis, sie mussten sich dabei jedoch als „Dr. med. in Zürich“ ausweisen und hatten damit nur etwa den Status eines Heilpraktikers. 1908 eröffnete sie gemeinsam mit einer weiteren Kollegin, Agnes Hacker, Mitbegründerin des „Deutschen Bundes für Mutterschutz und Sexualreform“, die „Chirurgische Klinik weiblicher Ärzte“. Dort wurde insbesondere auch Arbeiterinnen die ärztliche Behandlung durch niedrige Honorare ermöglicht, und vor allem jungen Ärztinnen Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten geboten. Noch im gleichen Jahr wurden Frauen erstmals an preußischen Universitäten, und ab 1914 zur Approbation zugelassen.
Quellen: http://de.wikipedia.org/wiki/Franziska_Tiburtius, http://www.ostdeutsche-biographie.de/tibufr93.htm, http://www.mecklenburg-vorpommern-lese.de/index.php?article_id=243

Sie kennen tolle Frauen nach denen Straßen benannt werden können? Wir freuen uns über Ihre Vorschläge an kontakt(at)asf-ts.spd-berlin.de.

Newsletter 04/2012

CEDAW? Nie gehört?
am Donnerstag, 12.04. um 19:30 Uhr, Rathaus Schöneberg, Raum 2047

Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (UN Convention on the Elimination of All Forms of Discrimination Against Women)
Auch nicht? Macht nichts!
Wir machen eine Veranstaltung zum >Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau< und laden herzlich zum 9. Februar 2012 ein. Im Mittelpunkt wird der Alternativbericht der Allianz von Frauenorganisationen Deutschlands zum 6. Bericht der Bundesregierung Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau stehen – ein wunderbares Instrument in den Händen von Frauen, die Geschlechtergerechtigkeit wollen! Keine Sorge – das wird keine trockene Angelegenheit!

Referentin: Dr. Gisela Pravda

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu un­se­rer kom­men­den Mit­glie­der­ver­samm­lung, der ver­gan­ge­nen Mit­glie­der­ver­samm­lung und ak­tu­el­len Ver­an­stal­tun­gen fin­den Sie in der ak­tu­el­len Aus­ga­be un­se­res News­let­ter Nwsletter 04/2012

Ergebnisse der Wahlen der AsF-Tempelhof-Schöneberg am 29.03.2012

In den Geschäftsführenden Vorstand wurden gewählt:

Vorsitzende: Manuela Harling

stellv. Vorsitzende: Karin Dehn
stellv. Vorsitzende: Dr. Gisela Pravda
stellv. Vorsitzende: Antje Schwarzer

Schriftfühererin: Janis Hantke

Beisitzerinnen im Erweiterten Vorstand sind:

Susanne Feldkötter
Dr. Annette Fugmann-Heesing
Marijke Höppner
Melanie Kühnemann
Petra Nowacki
Mechthild Rawert
Monika Sommer
Margrit Zauner

Deligierte für die Landesfrauenkonferenz sind:

Janis Hantke
Manuela Harling
Marijke Höppner
Dr. Gisela Pravda
Mechthild Rawert
Angelika Schöttler
Antje Schwarzer
Margrit Zauner

Ersatzdeligierte sind:

Petra Nowacki
Melanie Kühnemann
Monika Sommer
Karin Dehn
Anett Baron

Nominiert wurden:

Manuela Harling für den Kreisvorstand sowie den AsF-Landesvorstand

Dilek Kolat als Kreisvorsitzende
Angelika Schöttler als stellvertretende Kreisvorsitzende
Melanie Kühnemann als Schriftführerin im Kreisvorstand

Andrea Kühnemann für den SPD-Landesvorstand
Ulrike Neumann für den SPD-Landesvorstand

Vielen Dank an Ulrike Neumann für die wunderbare Sitzungsleitung und an die vielen Frauen, die an unserer AsF-Wahl teilgenommen haben!
Außerdem nocheinmal besonderer Dank an Marijke Höppner für die viele und gute Arbeit, die sie in den letzten Jahren im AsF-TS Vorstand geleistet hat!

Antrag: Frauen im Strafvollzug

Die AsF-​Lan­des­kon­fe­renz möge be­schlie­ßen
Die AsF-​Bun­des­kon­fe­renz möge be­schlie­ßen
Die KDV Tem­pel­hof-​Schö­ne­berg möge be­schlie­ßen
Der LPT möge be­schlie­ßen
Der BPT möge be­schlie­ßen

Frauen im Strafvollzug

Die sozialdemokratischen Mitglieder des Senats und die SPD-Abgeordnetenhausfraktion werden aufgefordert, sich dafür einzusetzen,
• die auf den männlichen Strafgefangenen und seine Kriminalität ausgerichtete Vollzugs-struktur aufzulösen und prinzipiell geschlechtergerecht zu reformieren; das bedeutet, dass die ca. fünf Prozent weiblicher Gefangener z.B. ihren Problemlagen und Bedürfnissen entsprechend ernährt werden, ihren Voraussetzungen gemäße Bildungs- und Be-schäftigungsmöglichkeiten finden sowie gesundheitlich so versorgt werden, dass ihre in-dividuellen Missbrauchs- und Gewalterfahrungen und in der Folge gesundheitlichen Stö-rungen aufgefangen werden;
• den Zugang zu Sozialtherapie – besonders für Mädchen und junge Frauen – zur Wieder-herstellung physischer und psychischer Gesundheit sicherzustellen und dazu externe Angebote einzubinden;
• eine Unterbringung im eigenständigen Wohngruppenvollzug als Regelangebot zu ermög-lichen; bei Justizvollzugseinrichtungen für weibliche Jugendliche und Heranwachsende ist darauf zu achten, dass sie zwar räumlich, nicht aber inhaltlich an eine Frauenhaftanstalt angebunden sind. Hier sind altersgerechte Behandlungs- und Betreuungskonzepte sowie (berufs) pädagogische Settings zwingend geboten.
• spezielle Angebote der Nachversorgung sicherzustellen, sodass die Mädchen und Frauen im Anschluss an die Entlassung eine erfolgreich begonnene Therapie, Schul-/Ausbildungszeit und Orientierung abschließen können; sichere Orte (Wohngruppen) be-reitzustellen, die verhindern, dass sie in den kriminellen Kreislauf zurückkehren;
• das Vollzugspersonal in Gender-Kompetenz zu schulen.

Begründung

Frauenkriminalität ist in Deutschland bisher „nie als eigenständiges Phänomen mit eigenen „Gesetzmäßigkeiten“ und der Frauenvollzug nie als eigenständige Vollzugsform begriffen bzw. anerkannt worden.“ (GROTE-KUX, 200:136). Die Lebenssituation und die Deliktstruktur von Frauen und Männern unterscheiden sich aber in vielen Lebensbereichen fundamental.
Jeder Strafvollzug ist von Anfang an dem Ziel >Resozialisierung< verpflichtet; das >Über-gangsmanagement< beginnt mit dem ersten Tag der Inhaftierung. Die Chancen für eine er-folgreiche Wiedereingliederung in die Gesellschaft hängen von vielen Faktoren ab; Untersu-chungen haben aber gezeigt, dass der Schlüssel zu einer erfolgreichen Wiedereingliederung eine gelungene Betreuung während und nach der Haft ist. Ein Übergangsmanagement von Anfang an, das die Frauen wirklich "abholt und begleitet", vermeidet Betreuungsbrüche, kann sie mit Netzwerkstrukturen – innen und außen, schließlich direkt beim Start in den Alltag (Suche nach Unterkunft und Beschäftigung) unterstützen, um soziale Ausgrenzung und Rückfälle zu vermeiden. Ein gleichermaßen ganzheitliches wie parteiliches Betreuungskon-zept für Frauen lässt sich nur dort umsetzen, wo die Rahmenbedingungen nicht vorrangig von den Erfordernissen des Männervollzuges geprägt sind. Geschlechterunterschiede gibt es in allen Lebensbereichen. Hier werden exemplarisch die Bereiche >Ernährung< , >Ausbildung und Beschäftigung< und >Gesundheit< herangezogen.

1. Ernährung:
• Frauen im Strafvollzug bringen zu einem großen Teil Missbrauchs- und Gewalterfahrun-gen mit; abweichendes Verhalten geht oft auch mit gesundheitlichen Störungen einher. Therapeutinnen weisen auf den – gegenüber der Gesamtbevölkerung – erhöhten Anteil von Essstörungen hin.
• Viele der inhaftierten Frauen kommen aus Lebensumständen, in denen sie mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen hatten. Aus diesem aufreibenden Leben bringen sie selten ein gesundes Bewusstsein für ihren Körper mit. Viele sind drogenabhängig und/oder versuchen, ihr Leben mit Medikamenten oder anderen Substanzen erträglicher zu machen. Auch im Suchtverhalten unterscheiden sich die Geschlechter.
• Ein Großteil der Frauen sind Mütter, die draußen die Rolle der Familienmanagerinnen hatten. Ihre Ehemänner oder Partner sind mit Kindern und Haushalt oft gänzlich überfor-dert und entziehen sich diesen Aufgaben. „Fast drei Viertel der Männer zwischen 20 und 25 Jahren überlässt das Handlungsfeld der Beköstigung ihren Müttern, Omas oder Part-nerinnen", berichtet Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe während des 12. aid-Forums.

2. Bildungs- und Beschäftigungsangebote
• Wegen der geringen Zahl inhaftierter Frauen werden aus organisatorischen und fiskali-schen Gründen frauenspezifische Bildungs- und Beschäftigungsangebote häufig nicht realisiert (GROTE-KUX, 200:136). Die Lebensrealität der Frauen bleibt ausgeblendet. Neben dem – auch daraus resultierenden – Mangel an Angeboten stellt sich das Problem der Art der Arbeiten, die in Frauenvollzugsanstalten angeboten werden; häufig wird der Vorwurf erhoben: „dass Arbeit und Ausbildung fast ausschließlich am traditionellen Frau-enbild orientiert sind.“ (ZOLONDEK, 2007:232f.). Das widerspricht den Europäischen Strafvollzugsgrundsätzen (Nr. 26.4: „… there shall be no discrimination on the basis of gender in the type of work provided.“) Benötigt wird in Haftanstalten ein vielfältiges, fle-xibles Angebot an Arbeits- und Ausbildungsplätzen, an Qualifizierungsmaßnahmen und Programmen, das den Interessen und der Leistungsfähigkeit der Frauen entspricht, ihre Beschäftigungs- und Erwerbsfähigkeit fördert und unterstützt und ihnen damit während und nach der Haft Halt geben kann.
• Insbesondere Deliktstruktur und Schwere der Straftaten führen bei Frauen zu nennens-wert kürzeren Haftstrafen. Allein wegen der z.T. recht kurzen Haftzeiten kommt die Aus-bildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf für die Mehrzahl der inhaftierten Frauen – zumindest im geschlossenen Vollzug – nicht infrage.
• Das Potenzial zur Haftvermeidung und -verkürzung wird bei weitem nicht ausgeschöpft (ZOLONDEK, 2007:113). Aber selbst wenn hier ein Umdenken – auch im Sinne der Eu-ropäischen Empfehlungen (z.B. EPR Rec(2006)2: 28.7, BR-Drs. 265/08 Ziff. 34) – ge-lingt, werden sich ohne weitreichende systemische Veränderungen im gesamten straf-rechtlichen Kontext (Verhaftung-Untersuchungshaft-Verfahren-Inhaftierung-Bewährung-Entlassung) einige grundsätzliche Probleme immer noch stellen. Auch ein Postulat des offenen Vollzuges als Regelvollzug und die konsequente Anwendung der Möglichkeit "Straftilgung durch gemeinnützige Tätigkeit" lassen uns immer mit einer Vielzahl von Restproblemen zurück, die durch eine Inhaftierung eher verschlimmert, als verbessert werden.
• >Multiple Problemlagen< mit Drogenabhängigkeit und anderen gesundheitlichen Proble-men körperlicher wie seelischer Natur machen es vielen Frauen schwer, überhaupt ihren Alltag zu strukturieren und regelmäßig über mehrere Stunden konzentriert eine Arbeit zu verrichten.
• Ein in der Mehrzahl niedriges Qualifikationsniveau und eine fehlende oder weitgehend misslungene Berufssozialisation der Frauen beschränken die für den Vollzug infrage kommenden Tätigkeiten. Bedienstete schätzen, dass 80 % der Frauen keinen Ausbil-dungsabschluss haben und 65 % der Frauen von Hartz IV leben. Nicht selten fehlt es schon an Basis- und Schlüsselkompetenzen zur Bewältigung des Alltags, die die ent-scheidende soziale Integration in einer möglichen Beschäftigung erschweren – ihr Förde-rungsbedarf ist dennoch vorrangig.
• Erfahrenes Vollzugspersonal beschreibt es als viel schwieriger, Arbeit für inhaftierte Frauen als für inhaftierte Männer zu finden – hier spiegelt sich die in Deutschland krasse Segregation des Arbeitsmarktes mit gut bezahlten handwerklich-technisch orientierten Berufen für Männer und schlecht bezahlten personennahen Handwerks- und Dienstleis-tungsberufen für Frauen. Handwerkliche Aufgaben an Gegenständen – also „Männerar-beiten“ lassen sich eher ins Gefängnis verlegen als Dienstleistungen an Menschen – also „Frauenarbeiten“. Zudem ist es aus Sicht der Gesellschaft nach wie vor ein weitaus grös-seres Makel für Frauen, wenn ihr Lebenslauf einen Haftaufenthalt aufweist, als für Män-ner.

3. Gesundheitsfürsorge:
Die Ausgangslage für Frauen im (Männer)Strafvollzug ließe sich zusammenfassen unter dem Schlagwort: Frauen und Männer sind anders krank! Unsichtbar bleiben dabei die tat-sächlichen Geschlechterunterschiede, die die Frauengesundheitsforschung gefunden hat. Es sind neben den biologischen auch psychische und soziale Unterschiede sowie Einflüsse der Umwelt, die in eine frauenbezogene Medizin gehören.
Eine Zusammenfassung der WHO zum Thema:„Weibliche Häftlinge haben häufig mehr ge-sundheitliche Probleme als männliche. Wie bereits erwähnt, leiden viele von ihnen an chro-nischen und komplexen Gesundheitsproblemen, die durch Armut, Drogenkonsum, häusliche Gewalt, sexuellen Missbrauch, Schwangerschaft im Jugendalter, Mangelernährung und un-zureichende Gesundheitsversorgung bedingt sind (Canadian HIV/AIDS Legal Network, 2006; WHO-Regionalbüro für Europa, 2007a). Drogenabhängige Straftäterinnen weisen gegenüber männlichen Straftätern eine erhöhte Prävalenz an Tuberkulose, Hepatitis, Toxämie, Anämie, Bluthochdruck, Diabetes und Adipositas auf (Covington, 2007). Psychische Störungen sind unter weiblichen Häftlingen unverhältnismäßig häufig: ca. 80% leiden an einer erkennbaren psychischen Störung. Zwei Drittel der weiblichen Häftlinge leiden an posttraumatischen Be-lastungsstörungen (Zlotnick, 1997), ebenso zwei Drittel an durch Substanzmissbrauch be-dingten Störungen (WHO-Regionalbüro für Europa, 2007b). Komorbiditäten treten mit großer Häufigkeit auf. Psychische Störungen stehen oft im Zusammenhang mit früheren Opfererfah-rungen (Zlotnick, 1997). Frauengefängnisse benötigen ein geschlechtsspezifisches Rah-menkonzept für die Gesundheitsversorgung, bei dem Aspekte wie Reproduktionsgesundheit, psychische Erkrankungen, Suchtprobleme sowie körperliche und sexuelle Missbrauchserfahrungen in besonderer Weise berücksichtigt werden. Frauen in Haft sollten rechtzeitig Zugang zu all denjenigen Leistungen erhalten, die sie außerhalb des Gefängnisses in Anspruch nehmen könnten. Generell müssen die ärztlichen Unterlagen aller Häftlinge streng vertraulich behandelt werden.“

Eisladies werden Zweite im DEB Pokalendspiel

von Marijke Höppner

„5 Teams, 2 Tage, 10 Spiele“ war das Motto des DEB-Pokalturniers der Frauen im Jahr 2012.

Am 18. März 2012 besuchten die Bezirksverordneten Oliver Fey, Marijke Höppner und Jan Rauchfuß sowie interessierte Sozialdemokratinnen und Sozialdemokratinnen das Pokalfinale im Damen-Eishockey. Im Berliner Wellblechpalast spielten fünf Gäste Teams EC Bergkamener Bären, der SC Garmisch-Partenkirchen, der ECDC Memmingen sowie der ESC Planegg. In zwei Spieltagen fielen 47 Tore, es gab 55 Vorlagen und es wurden 200 Strafminuten vergeben.

Schließlich gewann der ESC Planegg den Pokal und holte gleichzeitig das Double. Die Eisladies des Schönebergers OSC konnten daheim den zweiten Platz erreichen. Platz 1 in der Scorer-Wertung mit acht Punkten belegten Franziska Busch (OSC Eisladies – 5 Tore/3 Vorlagen). Nationalspieler Anja Scheytt wurde zur besten Stürmerin des Turniers gewählt.

Wir möchten uns herzlich beim OSC für die Einladung zum DEB Pokalfinanle der Damen bedanken. Es hat uns sehr viel Spaß gemacht!

Eisladies

Antrag: Die Umsetzung der UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 in Deutschland zum Schutz von Frauen in Kriegen

am 23.​03.​2012 auf der AsF-​Lan­des­frau­en­kon­fe­renz ein­stim­mig be­schlos­sen.

Beschluss der AsF-Tempelhof-Schöneberg

Die AsF-Landeskonferenz möge beschließen
Die AsF-Bundeskonferenz möge beschließen
Die KDV Tempelhof-Schöneberg möge beschließen
Der LPT möge beschließen
Der BPT möge beschließen

Die Umsetzung der UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 in Deutschland zum Schutz von Frauen in Kriegen

Die SPD-Bundestagsfraktion wird aufgefordert, sich für ein Gesamtkonzept zur Umsetzung der UN-Sicherheitsrats-Resolution 1325 zu Frauen, Frieden und Sicherheit einzusetzen, das folgenden Anforderungen gerecht wird:
• Sensibilisierungs-Trainings deutscher Soldaten über Zwangsprostitution als Menschenrechtsverletzung zu veranlassen und dabei das NATO-Trainings-Handbuch „Trafficking In Human Beings für das Militär“ zugrunde zu legen;
• einen strikt zu befolgenden Verhaltenskodex und ein Beobachtungssystem, das an eine ranghohe Stelle innerhalb des Militärs angebunden ist, insbesondere für Auslandseinsätze einzuführen;
• Soldaten, die in Auslands- und anderen Einsätzen gegen Menschen- bzw. Frauenrechte verstoßen, ausnahmslos auch strafrechtlich zu verfolgen und in keine weiteren Einsätze mehr zu entsenden;
• einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN SC Res 1325 mit nachhaltiger und verbindliche Umsetzungsvorgaben einzuführen, der intersektorale und aufeinander abgestimmte Konzepte zur Unterstützung von Frauen in bewaffneten Konflikten, vor allem für Überlebende von sexualisierter Gewalt, vorweist;

Begründung
„Die UN-Resolution 1325 ist ein wichtiger Meilenstein für die feministische Friedenspolitik. Zum ersten Mal in der Geschichte der Vereinten Nationen hat der UN-Sicherheitsrat einen völkerrechtlich bindenden Beschluss gefasst, der Frauen an Entscheidungen über Krieg und Frieden beteiligt und die Geschlechterperspektive berücksichtigt.“ Die UN-Resolution 1325 wurde am 31. Oktober 2000 einstimmig vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet.
Unter anderem fordert die Resolution 1325:
• diejenigen zu verfolgen, die Kriegsverbrechen an Frauen begehen,
• Frauen und Mädchen in Kriegsgebieten besonders zu schützen,
• mehr Frauen bei friedensschaffenden Missionen einzusetzen,
• Frauen verstärkt an Friedensverhandlungen, Mediation und Wiederaufbau zu beteiligen.
In der von Männern dominierten Sicherheits- und Verteidigungspolitik werden die Perspektiven von Frauen auf Konfliktprävention, Konfliktlösung und Friedensbildung häufig nicht berücksichtigt, obwohl Frauen und Mädchen als Teil der Zivilbevölkerung überproportional stark von Kriegen und bewaffneten Konflikten betroffen sind. Frauenorganisationen arbeiten seit langer Zeit daran, die Perspektiven von Frauen in die internationale Sicherheitspolitik einzubringen. Bereits im Jahre 1915 versammelten sich die Mitglieder der Internationalen Frauenliga für Frieden und Freiheit (IFFF) in Den Haag, um gegen den Ersten Weltkrieg zu protestieren.
Zu Beginn des 21. Jahrhunderts steht die herausragende Bedeutung von Frauen in der Befriedung und dem Wiederaufbau von Konfliktregionen sowie die Notwendigkeit eines besonderen Schutzes von Frauen in Krisenzeiten nicht mehr zur Diskussion: Mehrere internationale Dokumente und Abkommen zur Rolle von Frauen in bewaffneten Konflikten und Postkonfliktphasen wurden verabschiedet. In der europäischen Politik spielen der Schutz sowie die Teilhabe von Frauen nicht nur im Sicherheits- und Verteidigungssektor, sondern auch in diversen anderen Bereichen der EU-Außenpolitik eine Rolle – so z.B. in der humanitären Hilfe, der Entwicklungszusammenarbeit oder im Menschenrechtsschutz.
Sowohl das Deutsche Auswärtige Amt als auch Bundeskanzlerin Merkel haben gegenüber medica mondiale mehrmals bestätigt, dass sie nicht bereit sind, einen Nationalen Aktionsplan zur Umsetzung der UN SC Res 1325 einzuführen. Dies wird damit begründet, dass es bereits zwei Aktionspläne gebe, aus denen entsprechende Maßnahmen umgesetzt werden könnten. Obwohl es diesbezüglich Ansätze zur Umsetzung gibt, fehlt es oft an der Nachhaltigkeit der einzelnen Maßnahmen, da sie nur auf kurze Dauer Unterstützung bieten. Hinzu kommt, dass sie über die verschiedensten staatlichen Mechanismen und Instrumente sowie innerhalb der verschiedenen Ministerien und Akteure, in den Bereichen Konflikt-Prävention, Menschenrechte, Gesundheit, Humanitäre Hilfe und Entwicklung, verstreut sind – ohne klare, intersektorale und aufeinander abgestimmte Konzepte zur Unterstützung von Frauen in bewaffneten Konflikten, vor allem für Überlebende von sexualisierter Gewalt, vorweisen zu können. Die UN SC Res 1325 wird insofern als „roter Faden“ für ein Gesamtkonzept dringend benötigt. Ferner berücksichtigt der deutsche Ansatz nicht, dass der duale Ansatz des Gender-Mainstreaming nur gemeinsam mit zusätzlichen Maßnahmen, die sich ausschließlich an Frauen richten, das ursprüngliche Verständnis von Gender-Mainstreaming sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene darstellt. Nur dieser doppelte Ansatz garantiert Fortschritte im Hinblick auf Geschlechtergleichheit, Gewalt gegen Frauen und das Em-powerment von Frauen in Kriegs- und Nachkriegsländern.

  1. http://www.glow-boell.de/de/rubrik_2/5_740.htm; ähnlich BT-Drucksache 17/5044 vom 16. 03. 2011: Antrag der Fraktionen SPD, DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: Deutschland im UN-Sicherheitsrat – Nationalen Aktionsplan zur UN-Resolution 1325 jetzt erstellen http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/050/1705044.pdf – 2012-02-08 [zurück]
  2. http://de.wikipedia.org/wiki/Resolution_1325_des_UN-Sicherheitsrates [zurück]
  3. http://www.gender-peace-security.de/de/dokumentation-2010/beitraege-aus-der-praxis/71-10-jahre-un-sicherheitsratsresolution-1325-den-worten-muessen-taten-folgen [zurück]
  4. http://www.gender-peace-security.de/de/dokumentation-2010/beitraege-aus-der-praxis/71-10-jahre-un-sicherheitsratsresolution-1325-den-worten-muessen-taten-folgen [zurück]
  5. Sie beziehen sich auf den Deutschen Aktionsplan zu ziviler Konfliktbearbeitung, Konfliktlösung und Friedensaufbau in Nachkriegsgebieten aus dem Jahre 2004 und den Zweiten Aktionsplan zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen. [zurück]
  6. CEDAW-Alternativbericht, S. 54 [zurück]

Antrag: Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung sexistischer Werbung

am 23.03.2012 auf der AsF-Landesfrauenkonferenz einstimmig beschlossen.

Beschluss der AsF-Tempelhof-Schöneberg

Die AsF-Landeskonferenz möge beschließen
Die AsF-Bundeskonferenz möge beschließen
Die KDV Tempelhof-Schöneberg möge beschließen
Der LPT möge beschließen
Der BPT möge beschließen

Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung sexistischer Werbung

Die SPD-Bundestagsfraktion wird aufgefordert,
• sich für eine wirksame unabhängige Kontrolle außerhalb des Werberats einzusetzen und die Privatwirtschaft in diese Bemühungen einzubeziehen, um sexistische und rassistische Werbung zu unterbinden;
• Sanktionen empfindlicher finanzieller Art gegen sexistische und rassistische Werbung zu verhängen, die nicht ausgesetzt werden dürfen.

Begründung:

In den Abschließenden Bemerkungen zum 5. Staatenbericht hat sich der UN-Ausschuss zur Beseitigung der Diskriminierung bereits 2004 besorgt geäußert, „dass Frauen bisweilen von den Medien und in der Werbung als Sexobjekte und in traditionellen Rollen dargestellt werden.“ und „die Verstärkung der politischen Maßnahmen und die Durchführung von Programmen, unter anderem von Bewusstseinsförderungs- und Bildungskampagnen für Frauen und Männer, und insbesondere in Medien- und Werbeagenturen“ gefordert, „um zur Beseiti-gung von Stereotypen in Zusammenhang mit den traditionellen Rollenbildern in der Familie und am Arbeitsplatz sowie in der Gesellschaft insgesamt beizutragen. Darüber hinaus empfiehlt er, die Medien dazu anzuhalten, ein positives Frauenbild zu vermitteln, und konzertierte Anstrengungen zu unternehmen, um die Wahrnehmung von Frauen als Sexobjekte unter Männern und in der Gesellschaft zu ändern.“ (30. Januar 2004)
In den Abschließenden Bemerkungen zum 6. Staatenbericht äußert der UN-Ausschuss zur Beseitigung der Diskriminierung 2009 „seine Besorgnis darüber, dass stereotype Einstel-lungen besonders in den Medien auffällig sind, wo Frauen und Männer sowie Migranten häufig den Rollenstereotypen entsprechend dargestellt werden. Außerdem ist der Ausschuss be-sorgt über die anhaltende sexistische Werbung und über die Unzulänglichkeit des von der Werbeindustrie zur Annahme und Bearbeitung von Eingaben wegen sexistischer Werbung eingesetzten Deutschen Werberats.“ (10. Februar 2009)
Die am Alternativbericht zum 6. Staatenbericht (CEDAW, >Schattenbericht< ) beteiligten Frauenorganisationen sehen 2008 die Zahl der Beschwerden gegen sexistische Werbung, die von Personen und Organisationen der Zivilgesellschaft verfasst wurden, als weiterhin ge-stiegen an.

Dagegen

1. berichtet der Deutsche Werberat, die Selbstkontrolleinrichtung der Werbewirtschaft, von rückläufigen Zahlen
2. sprach der Deutsche Werberat außerdem zwei Drittel der vom Vorwurf der Frauendiskriminierung Betroffenen frei. Er begründete die Ablehnung von Beschwerden mit dem Argument, dass für die „häufig überzogene Bürgerkritik“ meist „eine Überinterpretation des optischen oder textlichen Gehalts der betreffenden Werbemaßnahme“ verantwortlich sei. Der Werberat beruft sich auf die im Grundgesetz verankerte Meinungs- und Pressefrei-heit und die dort nicht eindeutig definierten Einschränkungen. Insbesondere mit Artikel 5, Absatz 3 GG („Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei“) wurden in der Vergangenheit Texte und Sendungen mit pornografischem Inhalt legitimiert. Hauptargu-ment ist dabei die Berufung auf den Kunstbegriff als ursprüngliche Bezeichnung für jedes Können höherer und besonderer Art
3. beruft sich der Deutsche Werberat in den Werberichtlinien auf die freiwillige Selbstver-pflichtung und seine Freiheit bei der Bildung seiner Meinung. An Weisungen ist er nicht gebunden
4. ist der Deutsche Werberat nur für die Wirtschaft zuständig.

Damit erscheint der Deutsche Werberat als allgemeines und unabhängiges Kontrollgremium zur Verfolgung sexistischer Werbung ungeeignet. Aktuelle Maßstäbe für soziale Gerechtigkeit und Fairnis lassen solche Unverbindlichkeit auch nicht mehr zu.

Schritte auf dem Wege zur Eindämmung sexistischer Werbung könnten sein:

1. Eine genauere Definition von sexistischer Werbung, um Klarheit darüber zu schaffen, welche Werbung als sexistisch oder rassistisch einzustufen ist, zumal es kein allgemeines europäisches Werberecht gibt.
2. Da der Deutsche Werberat keine Vorprüfung von Werbemaßnahmen vornimmt, ist zu-dem eine Forderung nach einer Vorprüfung dringend geboten.
3. Neue Entscheidungsgremien müssten eingerichtet und mit Expertinnen besetzt werden, darunter Genderforscherinnen, Gleichstellungspolitikerinnen und Juristinnen.

Der Ausschuss hat sich auch mit der Tatsache beschäftigt, dass das Grundgesetz der Bundesregierung verbietet, die Vermittlung eines positiven Frauenbildes von den Medien zu verlangen. Er empfiehlt,
• „die Massenmedien darin zu bestärken, den kulturellen Wandel im Hinblick auf die Rollen und Aufgaben, die Frauen und Männern gemäß sind, zu fördern, so wie dies in Artikel 5 des Übereinkommens verlangt wird“
• sich an die Empfehlungen der 18. Konferenz der Gleichstellungs- und Frauenministerin-nen und -minister, -senatorinnen und -senatoren der Länder im Oktober 2008 zu halten und insbesondere „den Vorschlag, die Chancengleichheit in den für die Programmgestal-tung und Planung des Programms verantwortlichen Gremien sicherzustellen“
• „eine Aktionswoche zu diesem Thema durchzuführen“
• „Der Ausschuss fordert den Vertragsstaat nachdrücklich auf, eine unabhängige Prüfstelle einzurichten, die für eine Vorabkontrolle der Werbung sowie die Annahme und Untersuchung von Beschwerden über sexistische Werbung zuständig wäre.“

  1. Alternativbericht zum 6. Bericht der Bundesrepublik Deutschland zum Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form von Diskriminierung der Frau (CEDAW). 5 Rollenstereotype. 5.4 Sexistische und sexistisch-rassistische Werbung. 5.4.1 Der Werberat. 5.4.2 Wirksame Maßnahmen zur Eindämmung sexistischer Werbung. Die Bundesregierung wird aufgefordert, S. 34 [zurück]
  2. CEDAW-Alternativbericht, S. 34f. [zurück]
  3. Abschließende Bemerkungen des Ausschusses zur Beseitigung der Diskriminierung der Frau vom 10. Februar 2009, Ziff. 28 [zurück]

Antrag: Gewalt gegen Frauen

am 23.​03.​2012 auf der AsF-​Lan­des­frau­en­kon­fe­renz ein­stim­mig be­schlos­sen.

Beschluss der AsF-Tempelhof-Schöneberg

Die AsF-Landeskonferenz möge beschließen
Die AsF-Bundeskonferenz möge beschließen
Die KDV Tempelhof-Schöneberg möge beschließen
Der LPT möge beschließen
Der BPT möge beschließen

Gewalt gegen Frauen

Die SPD-Bundestagsfraktion wird aufgefordert, sich dafür einzusetzen,
• einen Gesamtstraftatbestand „häusliche Gewalt“ einzuführen, in dem sich die Komplexität der Tathandlungen abbildet und die Erfahrungen mit den bisherigen Maßnahmen (z.B. Wegweisung) beachtetet werden;
• ein umfassendes staatliches Handlungskonzept zum Schutz von Mädchen und Frauen – vor allem auch von Mädchen und Frauen mit Behinderungen – vor sexualisierter Gewalt vorzulegen und für dessen konsequente Umsetzung zu sorgen;
• die polizeiliche oder zivilgerichtliche Wegweisung so auszugestalten, dass sie den Tatbestand eines Härtefalls nach § 31 Abs. 2 AufenthG (Aufenthaltsgesetz) erfüllt;
• die Umsetzung wenigstens durch Einführung einer Regelung in der Durchführungsverordnung zum Aufenthaltsgesetz, besser aber durch Einführung eines Regelbeispiels ins Gesetz durchzuführen;
• sicherzustellen, dass ein koordiniertes und qualitativ abgestimmtes Vorgehen zur Umsetzung des Gewaltschutzgesetzes unter Beteiligung aller relevanten Institutionen und Einrichtungen vor Ort sowie eine Finanzierung der dazu notwendigen Ressourcen gewährleistet sind;
• für Sensibilisierung und Schulung aller relevanter Berufsgruppen (medizinisch-therapeutisches Personal, Polizei, Staatsanwaltschaft, Richter/innen, Lehrpersonal etc.) zur Lebenssituation behinderter Mädchen und Frauen sowie für die Schulung von Mitar-beiter/innen in Behinderteneinrichtungen zum Umgang mit (sexualisierter) Gewalt zu sorgen.

Begründung
Die Schwerpunktverschiebung der Bundesregierung von Frauenpolitik hin zu Familienpolitik lässt die Bedrohung für gewaltbetroffene Frauen – für die der gefährlichste Ort nicht selten die Familie ist – außer Blick geraten. Dies gilt vor allem dann, wenn bestehende dringend notwendige Unterstützungsangebote wie Frauenhäuser, ambulante Beratung und speziali-sierte Fachberatungsstellen keine nachhaltige Finanzierung erhalten und allzu oft von Kürzungen oder Schließung bedroht sind. Außerdem kann Gewalt gegenüber Frauen in Einrichtungen (Behinderteneinrichtungen, Psychiatrien etc.) und in der Pflege übersehen werden.
Die von der Bundesregierung eingesetzten Maßnahmen und Vorhaben wie die Aktionspläne I und II zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen sind zu begrüßen, sie müssen aber auch umfassend und zeitnah umgesetzt werden. Notwendig wäre außerdem eine konsequente Evaluierung der einzelnen Maßnahmen.
Im 6. Staatenbericht wird unter 5.5 eine positive Bilanz zur Einführung des Gewaltschutzgesetzes gezogen. Die Formel „Wer schlägt, der geht“ stimmt mit der Umsetzungspraxis jedoch häufig nicht überein (6. Staatenbericht, ebd.). Die Autorinnen des Alternativberichts zum 6. Staatenbericht sehen Hürden für die gewaltbetroffenen Frauen sowohl im materiellen als auch im Verfahrensrecht, weshalb viele Frauen entmutigt auf ihre Rechte verzichten. Die Anforderungen an die Verfahrensführung sind hoch aufgrund der verschiedenen „Stationen“ (polizeiliche Wegweisung, zivilrechtliches Erkenntnisverfahren, Zustellung der Beschlüsse, Vollstreckung bei Verstößen, Strafverfahren). Die Frauen kommen also in vielen Fällen nicht ohne Weiteres „schnell und einfach zu ihrem Recht“ (6. Staatenbericht, Kap. 5.9 „Verfahrensrecht“). Diese Gegebenheiten werden durch ein Motivbündel wie fehlendes Vertrauen in die Justiz, Ambivalenz und Furcht vor weiterer Gewalt begleitet. Hinzu kommt ein erheblicher Anteil der Frauen, denen Informationen über ihre Rechte und Unterstützungsmöglichkeiten fehlen.
Außerdem fehlt eine Beweiserleichterung in Form des sogenannten primafacies-Beweises, d.h. bei einem bestimmten Sachvortrag wird zunächst von dessen Wahrheitsgehalt ausgegangen.
Stattdessen muss nach den Beweislastregeln des Zivilprozessrechts der Antrag abgewiesen werden, wenn sich Aussage gegen Aussage gegenüberstehen. Da diese Konstellation bei Gewalt, die sich hinter verschlossenen Türen abspielt, häufig gegeben ist, bedarf es hier einer Korrektur. Oft gelingt es den betroffenen Frauen zudem nicht, Beweismittel beizubringen, bzw. deren Qualität reicht nicht aus (z.B. ärztliche Atteste), oder sie setzen sich einem hohen Kostenrisiko aus. Die Beiziehung von Polizeiprotokollen durch die Zivilgerichte erfolgt oft nicht oder wird mit dem Hinweis auf laufende Ermittlungen seitens der Staatsanwaltschaft nicht genehmigt. Zu prüfen wäre, ob eine Informationspflicht des Zivilgerichts bei der Polizei oder Staatsanwaltschaft analog der Anhörung des Jugendamts möglich wäre. Der gesetzgeberische Aktionsradius erfasst diese Kritikpunkte nicht.
Der im Staatenbericht hervorgehobene Schutz vor Stalking zeigt auf, wie viele verschiedene Delikte bei häuslicher Gewalt und Stalking verwirklicht werden können. (6. Staatenbericht, Kap. 5.8) Diese Dichte und Komplexität würde sich in der Einführung eines Gesamtstraftatbestandes „häusliche Gewalt“ besser abbilden und in der Strafverfolgung zu einer anderen Handhabung führen.
„Überschreiten die Verhaltensweisen die Schwelle der bloßen Belästigung, können auch die Straftatbestände des Strafgesetzbuches eingreifen. Je nach den Umständen des Einzelfalls können vor allem die Straftatbestände des Hausfriedensbruchs (§ 123 StGB), der sexuellen Nötigung (§ 177 StGB), der vorsätzlichen oder fahrlässigen Körperverletzung (§§ 223, 229 StGB), der Nötigung (§ 240 StGB), der Bedrohung (§ 241 StGB) sowie die Tatbestände hinsichtlich der Verletzung des persönlichen Lebens- und Geheimbereichs (§§ 201 ff. StGB) erfüllt sein. Bis zum Inkrafttreten des neuen § 238 StGB „Nachstellung“ fehlt allerdings ein Straftatbestand, der den typischen Unrechtsgehalt des „Stalking“ ausreichend erfasst..“

  1. CEDAW-Alternativbericht, S. 41 [zurück]
  2. CEDAW-Alternativbericht, S. 41 [zurück]
  3. CEDAW-Alternativbericht, S. 42 [zurück]
  4. Bundestagsdrucksache 16/5807 (6. Staatenbericht, Kap. 5.8), S. 14 [zurück]

101. Internationaler Frauentag

Der Internationale Frauentag hat eine lange Tradition. Clara Zetkin und Käte Duncker brachten ihn erstmals 1910 als Forderung bei der 2. Internationalen sozialistischen Frauenkonferenz in Kopenhagen mit der Hauptforderung des Frauenwahlrechts ein. Sie wollten einen Aktionstag schaffen, der die Forderungen nach Gleichberechtigung stärkt.

Die Sozialdemokraten haben die Forderung des Frauenwahlrechts in die Weimarer Verfassung eingebracht und Frauen dürfen seit 1919 in Deutschland wählen und sich auch wählen lassen, doch wirklich gleichberechtigt sind Frauen auch heute nicht.
2008 formulierte die EU – Kommissarin Viviane Reding „Solange wir einen Frauentag feiern müssen, bedeutet das, dass wir keine Gleichberechtigung haben. […] Das Ziel ist die Gleichberechtigung, damit wir solche Tage nicht mehr brauchen.“ So hat der Internationale Frauentag als Aktionstag für die Forderung nach gleichberechtigter Teilhabe in allen Lebensbereichen seine Aktualität nicht verloren.

Die Frauen von heute sind zwar gut ausgebildet, aber ihr Einkommen ist fast um ein Viertel niedriger als das Einkommen der Männer. Sie stoßen auf der beruflichen Karriereleiter oftmals schnell an die gläserne Decke – Frauen in Führungspositionen in Vorständen und Aufsichtsräten von Unternehmen bilden immer noch eine Ausnahme und keine Selbstverständlichkeit. Der Hintergrund ist zum einem die Berufswahl. Denn die Mehrheit der Frauen wählt so genannte Frauenberufe. Diese liegen im sozial pflegerischen Bereich oder auch im Dienstleistungssektor und bieten nur geringe Aufstiegschancen. Zum anderen tragen Frauen immer noch die Hauptlast der Familienarbeit. Die Frage nach Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist „weiblich“, kaum ein Mann bleibt für die Kindererziehung zuhause oder arbeitet Teilzeit. Das deutsche Steuerecht bevorzugt die „Einverdienerehe“ durch das Ehegattensplitting – auch kein Beitrag zur Gleichberechtigung!
Und in den Parlamenten sind Frauen nicht gemäß ihrem Anteil an der Bevölkerung vertreten, obwohl die Parlamente ein Abbild der Gesellschaft widerspiegeln sollen. Deshalb stehen wir auch in diesem und in den nächsten Jahren am 8. März auf der Straße und machen auf unsere Forderung nach Gleichberechtigung in allen Lebensbereichen aufmerksam.

Frauen in den Sport / Besuch des DEB-Dameneishockeypokals

Presseerklärung der SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Die SPD-Fraktion Tempelhof-Schöneberg nimmt den internationalen Frauentag 2012 zum Anlass um auf die besondere Rolle von Frauen im Sport hinzuweisen.

Frauen und Männer treiben gleichermaßen gern Sport. Dennoch unterscheiden sich ihre Präferenzen. Die Gründe dafür sind vielfältig. Sport findet vorrangig getrennt nach Geschlechtern statt. Diese Geschlechtertrennung vollzieht sich grundsätzlich in allen Sportformen in der Wahl der Sportarten. So werden die meisten Sportarten immer noch in ‚typisch männliche‘ wie Fußball und ‚typisch weibliche‘ wie Turnen und Gymnastik unterteilt. Auch in den Medien finden besonders die sogenannten Männersportarten stärkere Beachtung in der Berichterstattung. Dies schafft indirekte Zugangsbarrieren besonders für Frauen. „Wir wollen, dass Frauen genauso Beachtung in der öffentlichen Sportförderung finden wie Männer: eine gleichberechtigte Nutzungsverteilung von Sporthallen und –platzangeboten, eine gerechte Ressourcenverteilung zugunsten des Frauensports und eine Rücksichtnahme auf die Belange von Eltern, die Familie, Beruf und Sport unter einen Hut bringen müssen,“ fordert die frauenpolitische Sprecherin der SPD Fraktion, Marijke Höppner.

Oliver Fey (SPD), Vorsitzender des Sportausschusses ergänzt: „Wir wollen nicht nur dar-über sprechen wie wichtig Frauensport ist, sondern dies auch zeigen.“

Um Frauensport stärker in den Vordergrund zu stellen, laden wir Sie herzlich ein, ge-meinsam mit uns die Finalrunde des DEB-Pokals, hoffentlich unter Beteiligung des Schöneberger Dameneishockeyteams, der OSC Eisladies, zu schauen. Zu Gast sind die Teams EC Bergkamener Bären, der SC Garmisch-Partenkirchen, der ECDC Memmingen sowie der ESC Planegg.

Das gesamte Turnier findet am 17./18. März, jeweils von 8 bis 18 Uhr im Wellblechpalast, statt.

Wir werden die beiden Final-Spiele am Sonntag, ab 14 Uhr besuchen. Anstoß ist jeweils um 14 und 16 Uhr.

Wir treffen uns am Sonntag, den 18. März um 13:30 Uhr vor dem Sportforum Hohenschönhausen, Weißenseer Weg 51 – 55, 13053 Berlin. Sie sind herzlich willkommen!!!! Der Eintritt ist frei!
Anmeldungen an:
Marijke Höppner, info@marijke-hoeppner.de oder Oliver Fey, Oliver.Fey@spd-friedenau.de

>Wir sind alle anders!< – Frauenmonat März in Tempelhof-Schöneberg

Flyer Frauenmärz 2012

Zwischen dem 2. und dem 31. März findet erneut das spannende und bunte Programm des Frauenmärz Tempelhof-Schöneberg statt. Diesmal mit dem Motto „Wir sind alle anders“.
Der Frauenmärz wird jährlich anlässlich des Internationalen Frauentagesn am 8. März durchgeführt. Die initiale Forderung des Weltfrauentages, die Gleichberechtigung der Frau in der Gesellschaft, ist auch heute weiterhin aktuell.

Weitere Informationen zum Programm des Frauenmärzes 2012 und zum Eröffnungsfest mit Prof. Dr. Gesine Schwan und der Sängerin Maren Kroymann finden Sie hier:
http://www.berlin.de/ba-tempelhof-schoeneberg/aktuell/frauenmaerz2012.html

Die SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg unterstützt den Frauenmärz. Das vielfältige Programm ist Ausdruck der vielfältigen Fähigkeiten der Frauen in der Gesellschaft.

Newsletter 03/2012

Wahlversammlung

am Donnerstag, 29.03. um 19:30 Uhr, Rathaus Schöneberg, Raum 2047

In allen Gliederungen der Partei stehen derzeit die Vorstands- und
Delegiertenwahlen an.
Doch nicht nur die Abteilungen, sondern auch die Arbeitsgemeinschaften sind
aufgerufen jetzt die turnusmäßigen Wahlen durchzuführen. Die AsF wählt die
Vorsitzende, die stellvertretenden Vorsitzenden, die Schriftführerin, die
Beisitzerinnen, die Delegierten und Ersatzdelegierten gemäß Delegiertenschlüssel.
Außerdem können wir nominieren.
Für die Vorbereitung der Stimmzettel und Vereinfachung der Wahlgänge für die
Zählkommission bitten wir alle Interessierten Ihre Kandidaturen bis zum 23. März
per Email unter MHarling@web.de bekanntzugeben.

Wei­te­re In­for­ma­tio­nen zu un­se­rer kom­men­den Mit­glie­der­ver­samm­lung, der ver­gan­ge­nen Mit­glie­der­ver­samm­lung und ak­tu­el­len Ver­an­stal­tun­gen fin­den Sie in der ak­tu­el­len Aus­ga­be un­se­res News­let­ter Newsletter 03/2012

Eine mutige Frau – Gedenken an Hatun Sürücü

Pressemitteilung der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg

Der 7. Februar setzt den Rahmen für das Gedenken an Hatun Sürücü, deren 7. Todestag sich am vergangenen Dienstag jährte. Dabei gilt das Gedenken der Frau und Mutter Hatun Sürücü, die mutig für ein selbstbestimmtes Leben eingetreten ist, aber auch den vielen Frauen, die Opfer von Gewalt im Namen der Ehre geworden sind.

Am Gedenkstein Hatun Sürücüs in der Oberlandstraße/Oberlandgärten 1 versammelten sich Vertreterinnen und Vertreter des Bezirksamtes, politischer Parteien und Vereine. In eindrucksvollen Reden stellten die Bezirksbürgermeisterin Angelika Schöttler (SPD) und die Staatssekretärin Barbara Loth (SPD) heraus, dass jede Schattierung von Gewalt gegen Frauen zu verurteilen sei und ein freies und selbstbestimmtes Leben für alle Frauen möglich gemacht werden muss.

„Hatun Sürücü ist in der öffentlichen Diskussion zu einem Symbol für viele Menschen, besonders Mädchen und Frauen geworden, die sich mit Ihrem Mut identifizieren können. Das Gedenken an Hatun Sürücü ist uns in der SPD sehr wichtig“, so die Frauen- und Integrationspolitische Sprecherin Marijke Höppner. „Warnen möchten wir jedoch vor den Argumenten des rechtspopulistischen Spektrums. Dort spielt Gewalt an Frauen immer dann eine besonders große Rolle, wenn die Tat einem spezifischen Kulturkreis zugeschrieben werden kann. Wir möchten eine Stigmatisierung von Gewalt an Frauen nicht Vorschub leisten. Gewalt an Frauen findet in allen Kulturkreisen statt, unabhängig von sozialem Status oder Bildungsniveau. Natürlich ist die angeblich religiös- legitimierte Gewalt eine spezifische Ausprägung, die besonders beachtet und politisch bekämpft werden muss“, schließt Höppner ab.

Gedenken Hatun SÃ&frac14;rÃ&frac14;cÃ&frac14;

Verdienen Sie was Sie verdienen? – Frauen verdienen mehr!

Die Frauenbeauftragte, Ursula Hasecke, lädt ein:
im Rahmen der Kampagne des Equal-Pay-Day-Forums zu einer Veranstaltung zum Thema Entgeltgleichheit.

„Verdienen Sie was Sie verdienen? – Frauen verdienen
mehr!“

Begrüßung durch die Bezirksbürgermeisterin Tempelhof-Schönebergs,
Angelika Schöttler

Zum Thema werden von ausgewiesenen Expertinnen folgende inhaltliche Beiträge
mit hohem Praxisbezug zu hören sein:

Hannelore Buls
Einführungsreferat für das EPD-Forum in Berlin
„Lohnfindung – welche Akteure gestalten den Prozess?“

Dr. Karin Tondorf
– Freiberufliche Wissenschaftlerin und Beraterin
„Wie können Frauen prüfen, ob sie gerecht entlohnt werden?“
Eine Einführung in das Prüfinstrument eg-check.de mit praktischen Beispielen.

Alexa Wolfstädter
– verdi Bundesverwaltung, Expertin in den Themen:
Diskriminierungsfreie Tarifverträge, Entgeltgleichheit, Frauengleichstellungspolitik
Gewerkschaften aktiv für Entgeltgleichheit – Beispiele aus der ver.di-Praxis

Moderierte Diskussionsrunde mit dem Publikum

Moderation: Dr.Simone Real

- Referentin für Frauen- und Familienpolitik im
Sozialverband Deutschland e.V.

Termin: Donnerstag, 15.3.2012, 18.30-21.00 Uhr
Ort: Rathaus Schöneberg, Casino, Raum 2013-2018

Kein Platz für Machos

von Manuela Harling

Erstmals in der Geschichte nehmen auf den Plätzen des Vorstands der Bezirksverordnetenversammlung und des Bezirksamtes im historischen BVV-Saal des Rathauses Schöneberg mehr Frauen als Männer Platz. ,Echte Machos‘ sehen also schweren Zeiten entgegen.

Während in anderen Bezirken wichtige Entscheidungen mit den Mandatsträgern schon einmal vorab auf dem Herrenklo besprochen werden können, bleibt dieser Weg der Einflussnahme in Tempelhof-Schöneberg nun verwehrt. Die BVV Tempelhof Schöneberg hat mit Petra Dittmeyer (CDU) als Vorsteherin, Martina Zander-Rade (Grüne) als stellvertretende Vorsteherin, Ingrid Kühnemann (SPD) als Schriftführerin und Monika Waldt (CDU) als stellvertretende Schriftführerin ein rein weibliches Team ins Präsidium gewählt.
Auch bei der Wahl der Bezirksamtsmitglieder ging es dann munter weiter mit den Kandidaturen von kompetenten Frauen. Auf Vorschlag von SPD und Bündnis 90/Die Grünen wurde zunächst Angelika Schöttler (SPD) zur neuen Bezirksbürgermeisterin gewählt.
Dann trat die CDU ebenfalls mit einer Frau an und ließ Jutta Kaddatz zur neuen Bezirksstadträtin wählen. Das dürfte für einige Herren schwer verdaubar sein. Schließlich war Jahrzehnte ,Verlass auf die CDU‘ – und noch im Wahlkampf war mit einer Frauenkandidatur für ein Stadtratsamt nicht zu rechnen. Die Grünen ließen – wie erwartet – Sibyll Klotz zur Stadträtin wählen. Aber im Bezirksamt muss nicht ganz auf Männer verzichtet werden, denn Oliver Schworck (SPD) und Daniel Krüger (CDU) wurden jeweils im ersten Wahlgang gewählt und komplettierten das Bezirksamt.
Damit ist klar, die Mehrheit im Bezirksamt liegt bei den Frauen. Gut so!

Newsletter 02/2012 und Einladung: Gender Mainstreaming und Sport

Mitgliederversammlung – Gender Mainstreaming im Sport – Vorstellung des Pilotprojekts in Friedrichshain-Kreuzberg
Donnerstag, 9. Februar, 19.30 Uhr, Raum 2047

Das Pilotprojekt „Gender Mainstreaming im Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg“ wurde beispielhaft für den Bereich Sport durchgeführt. Die externe Organisationberatung betrachtete die Geschlechterdifferenzierte Nutzung von Sportangeboten und deren Förderung, die Vergabe der Sportstätten unter Geschlechteraspekten und die bauliche Gestaltung der Sportstätten. Es wurde genauer geschaut wie sich Frauen und Männer sportlich engagieren und die Angebote des Vereinsport, der Volkshochschule, des Bezirksamtes und der Fitnessstudios analysiert. Kriterien für den Umgang mit Vergabezeiten, Möglichkeiten der Steuerung durch spezifische öffentliche Förderung, Ausbau des Gesundheitssport für Männer, die Einrichtung exklusiver Frauensportanlagen und die bauliche Gestaltung frauengerechter Sportanlagen wurden als Ansätze für Gender Mainstreaming vorgestellt. Wie diese Ergebnisse aussehen und welche Ansätze für Gender Mainstreaming im Sport aufgetan wurden, stellt Marijke Höppner, Sprecherin für Frauenpolitik der SPD Fraktion in der BVV Tempelhof-Schöneberg vor.

Weitere Informationen zu unserer kommenden Mitgliederversammlung, der vergangenen Mitgliederversammlung und aktuellen Veranstaltungen finden Sie in der aktuellen Ausgabe unseres Newsletter 02_2012

Kleine Anfrage: Bezirkliches Angebot zur Seniorinnenarbeit für Frauen mit Migrationshintergrund sichern

Kleine Anfrage gem. § 39 der Geschäftsordnung der BVV, lfd. Nr.:
0005/XIX
der Bezirksverordneten Marijke Höppner (SPD)

Sehr geehrte Frau Dittmeyer,

die o.g. Kleine Anfrage wird wie folgt beantwortet:

Vorab möchte ich darauf hinweisen, dass der Bereich der Seniorenbetreuung bis zu den Wahlen am 23.11.2011 zur Abt. Schule, Bildung, Kultur gehörte und gerade erst in die Zu-ständigkeit des Sozialamt zurückgeführt wurde. Von dem Problem, dass der Träger ES-PERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V. den Kooperationsvertrag gekündigt hat, hat die Abt. GesSoz erst vor Kurzem erfahren. Eine Einbindung der Abt. Soz wäre in Anbetracht der Tatsache, dass sich mit Beginn der neuen Wahlperiode die Zuständigkeit der Seniorenbe-treuung ändern wird, wünschenswert gewesen, ist jedoch leider nicht erfolgt.

Inwiefern ist dem Bezirksamt bekannt, dass der Kooperationsvertrag zwischen dem Träger Esperanto e.V. und dem Bezirksamt für die Senioreneinrichtung Huzur zum Ende des Jahres 2011 gekündigt wurde? Die Kündigung des Kooperationsvertrages seitens ESPERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V. erfolgte fristgemäß am 20.09.2011 zum 31.12.2011 durch Übergabe des Kündigungsschreibens durch die Geschäftsführer des Trägers.

Wenn ja: Welche Gründe sind dem Bezirksamt dafür genannt worden? In einem Gespräch mit dem in der letzten Wahlperiode zuständigen Dezernenten sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Abt. SchulBildKultDez erläuterten die Geschäftsführer von ESPERANTO – Aufsuchende Hilfen e.V., dass durch den Verein die Finanzierung des Projektes über den 31.12.2011 hinaus nicht mehr gewährleistet werden kann. Die bisherige Quersubventionierung aus dem Bereich der Eingliederungshilfe aus anderen Bezirken ist nicht mehr möglich. Mehrere
Versuche in der Vergangenheit, zur Finanzierung der Stellen Fremdmittel einzuwerben, misslangen. Der Träger betonte, dass ihm das Projekt sehr wichtig ist und er es bedauerlich findet, dass der Kooperationsvertrag gekündigt werden muss. Gerne wird er in Zukunft „Huzur“ weiterhin unterstützen. In welchen Weise dieses geschehen kann, ist noch zu klären.

Wie will der Bezirk das spezielle Angebot für Frauen im Seniorenalter mit migrantischen Hintergrund im Bezirk zu erhalten? Der Nachbarschaftstreffpunkt Huzur soll als interkultureller Treffpunkt mit den bestehenden Angeboten und Gruppen erhalten bleiben. Das Problem ist jedoch, dass es seitens der Kommune keine finanzierte Stellen im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur gibt. Seit der Schließung der Städtischen Pflegeeinrichtungen sind zusätzlich zu den beiden Mitarbeite-rinnen von ESPERANTO drei ehemalige Mitarbeiterinnen mit Migrationshintergrund aus den Einrichtungen im Nachbarschaftstreffpunkt Huzur eingesetzt. Sie haben sich sehr gut eingearbeitet, sind engagiert und werden von den Besucherinnen und Besuchern voll ak-zeptiert. Sie bleiben bis auf
Weiteres auch im Huzur eingesetzt, so dass es nicht zu einer Schließung der Einrichtung ab 1.1.2012 kommen wird, wenn sich ESPERANTO zurückge-zogen hat. Darüber hinaus unterstützen sieben Ehrenamtliche die Altenpflegerinnen vor Ort. Da sich die eingesetzten Kolleginnen aus den Städtischen Pflegeeinrichtungen in Polnisch, Englisch, Französisch und Spanisch, nicht jedoch in Türkisch und Russisch verständigen können, müssen weitere Sozialberatungen in der Muttersprache der Besucherinnen organisiert werden. Einige der ehrenamtlich Tätigen haben sowohl Türkisch- als auch Deutschkenntnisse und sind in der Lage, bei Sprachschwierigkeiten zu vermitteln. Einige Angebote im Huzur werden ehrenamtlich betreut, andere werden durch das Quar-tiersmanagement finanziert. Mit den Gruppenleiterinnen der finanzierten Angebote ist ver-einbart, dass diese nach Ende des Förderzeitraums die Angebote gegen geringe Auf-wandsentschädigung vorerst weiterführen werden. Die bestehenden Alphabetisierungskurse werden von anderen Stellen finanziell unterstützt und sollen ebenfalls weiterhin angeboten werden. Für Frauen im Seniorenalter mit Migrationshintergrund wird es also weiterhin die Möglichkeit geben, sich zu treffen, auszutauschen und an speziellen Gruppen und Angeboten teil-zunehmen. Zur Sicherung des Standortes ist der langfristige Einsatz von zwei der Mitarbeiterinnen mit insgesamt 1,5 Stellen – dem gleichen Stellenanteil, der bisher von ESPERANTO finanziert wurde – gewünscht. Das ist auf Dauer jedoch nur möglich, wenn es gelingt, entsprechend finanzierte Stellen einzurichten. Ob und auf welche Weise dies möglich sein wird, muss dringend geklärt werden.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Sibyll K l o t z

Teilnahme am Girl’s Day 2012

Die BVV ersucht das Bezirksamt sich am diesjährigen Girl’s Day am 26. April 2012 und an den kommenden Girl’s Days zu beteiligen. Außerdem ist auf den Subpages der Dezernate auf die Girl’s Day- Plätze bei dem/der entsprechenden Dezernentin/Dezernent hinzuweisen.

Begründung:
Der Girls‘Day bietet den Schülerinnen der Klassen fünf bis zehn ein Mal im Jahr die Möglichkeit, die Arbeitswelt kennen zu lernen und einen Einblick in die unterschiedlichsten Berufe zu gewinnen. Der Girls‘Day verfolgt das Ziel, das Berufswahlspektrum von Mädchen über Kontakte zwischen Schülerinnen und der Arbeitswelt deutlich zu erweitern. Mädchen sollen er- mutigt werden, die Vielfalt ihrer Begabungen zu nutzen und sich auch für Berufe in neuen zukunftsträchtigen Branchen zu interessieren.
Quelle: http://www.berlin.de/sen/frauen/oeff- raum/girlsday/index.html

Berlin, den 09.01.2012
Marijke Höppner

http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de

Mathilde Hofer – Schicksal einer bewundernswert starken Frau

Die BVV ersucht das Bezirksamt zu prüfen, ob die Ausstellung „Am Ende stand Auschwitz: Das Schicksal der Mathilde Hofer“ anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus in Tempelhof- Schöneberg im Januar 2013 in Kooperation mit der feierlichen Eröff- nung der Ausstellung „Wir waren Nachbarn“ gezeigt werden kann.

Begründung:
„Mathilde Hofer, aus wohlhabender jüdischer Familie stammend, war seit 1903 mit dem expressionistischen Maler Karl Hofer verheiratet, mit dem sie zwei Söhne hatte. Ihre eigene Laufbahn als Sängerin gab sie zugunsten der Kinder und der künstlerischen Karriere ihres Mannes auf. Die Ehe wurde 1938 geschieden. In der Zeit danach lebte Mathilde Hofer – nicht mehr geschützt durch eine privilegierte Mischehe – in Wiesbaden in der Kapellenstraße. Am 01.09. 1942 wurde sie von der Gestapo verhaftet und in das Wiesbadener Polizeigefängnis gebracht. Von dort wurde sie am 28. Oktober 1942 zunächst nach Ravensbrück, dann nach Auschwitz deportiert und dort am 21. 11. 1942 ermordet.
“ Mathilde Hofers Nachlass beinhaltet „einzigartige Bild- und Textdokumente aus dem Nachlass Mathilde Hofers. Sie geben Einblick in das Leben und tragische Schicksal einer bewundernswerten, starken Frau.“
(Quelle: http://www.am- spiegelgasse.de/wp- content/downloads/Flyer- Hofer.pdf)
Mathilde Hofer lebte zeitweise in der Grunewaldstraße 44 in Schöneberg.
Einer der über 900 Gedenksteine, die die Schülerinnen und Schüler der Löcknitz- Grundschule zu einer Gedenkmauer an die jüdischen Nachbarn errichtet haben, trägt den Namen von Mathilde Hofer.

Berlin, den 09.01.2012
Marijke Höppner

http://www.spd-fraktion-tempelhof-schoeneberg.de

Newsletter 01/2012

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Ankündigung: Politische Wochenendefahrt nach Amsterdam

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2012

Newsletter 12/2011

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Frauen 1794

„Während die Frauen in der frühneuzeitlichen Standesordnung weder selbständig über ihr Eigentum verfügen noch ohne Vormund bei Gericht auftreten konnten, gestand das im Geiste der Aufklärung geschriebene preußische Allgemeine Landrecht 1794 zumin-dest den ledigen Frauen allgemeine Prozeßfähigkeit zu, …“

Frauen 1793

„…sie büßte … für ihren Einsatz für die Rechte der Frau. Man empfand darin eine uner-wünschte Einmischung in die den Männern vorbehaltene Politik. Das Todesurteil wurde am 3. November 1793 auf dem Place de la Concorde durch die Guillotine vollstreckt.“
(http://de.wikipedia.org/wiki/Olympe_de_Gouges)
Im Laufe des Prozesses verkündete Olympe de Gouges vor dem Revolutionstribunal die „Frauenrechte“. (»Déclaration des Droits de la femme«)
Quelle: SIEBENSCHÖN, S. 58; Faltblatt von 1989

Dreamvision – Kunst als Aufbau neuer beruflicher Perspektiven

Ausstellung Dreamvision Olga

Am 07. November 2011 wurde die Ausstellung „DREAMVISION, 11 Dreams, Dreams…“
unter der Schirmherrschaft von Frau Angelika Schöttler, Bezirksstadträtin fürFamilie, Jugend, Sport und Quartiersmanagement, um 16 Uhr im Foyer des
Rathauses Schöneberg eröffnet.

Präsentiert wurden Bilder und andere Arbeitsergebnisse von drei Kunstprojekten, entstanden in den Jahren 2009 – 2011 im Frauentreff Olga, eine Einrichtung des Notdienst Berlin e.V., der sich als Suchthilfeträger um drogenabhängige Menschen und ihre Angehörigen in Berlin kümmert. Ob Café, Rechtsberatung, medizinische Versorgung oder Kleiderspenden, in jedem Fall ist das „Olga“ in der Kurfürstenstrasse ein Rückzugsort , an dem seit 2009 von Anita Staud (Künstlerin) ein zusätzliches Angebot realisiert wurde.

In der Presseerklärung beschreibt die Künstlerin: „Das Kunstprojekt „Dreamvision“ bedeutet, Prostituierte und drogenkranke Frauen mit Hilfe künstlerischer Methoden zum Aufbau neuer beruflicher Perspektiven zu motivieren und Hilfestellung zu geben zur Förderung der beruflichen Handlungsfähigkeit mit Thema und Ziel: Ausstiegsorientierung.
So konnten im Verlauf der letzten drei Jahre eigene Ressourcen entdeckt, neue Ideen entwickelt, technische Fertigkeiten geübt werden: Es entstand ein Katalog mit Bild und Text im Jahre 2010 über die Förderung durch Stärken vor Ort, 2011 eine (Kunst)-Zeitschrift während des Projektzeitraums von LSK und die Zeichnungen und Malereien, die jetzt im Rathaus Schöneberg ausgestellt wurden.
Zu einem Schwerpunktthema entwickelte sich die Mandala-Malerei, die von den Teilnehmerinnen begeistert aufgenommen wurde. Das Wort Mandala kommt sprachlich aus dem Alt-indischen, dem Sanskrit und bedeutet „Kreis“. Die Form eines kreisförmigen oder auch quadratischen Gebildes mit dem Zentrum in der Mitte kam im religiösen Kontext vieler Kulturen vor, wurde bei Ritualen verwendet oder diente der Meditation. In jüngerer Zeit entdeckte C.G. Jung eine positiv-ausgleichende Wirkung auf den Menschen und führte das Malen von Mandalas in die Psychotherapie ein.“

Die Ausstellung lief vom 8. November bis 4. Dezember 2011 (John-F.-Kennedy-Platz 1, 10820 Berlin).

Gefördert wurde die Ausstellung durch Sondermittel der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg. Vielen Dank für die finanzielle Unterstützung der Ausstellung !

Frauen 07.09.1791

»Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin« von Olympe de Gouges (1748 – 1793). „Die Schrift war eine Reaktion auf die Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte, die am 26. August 1789 im Zuge der Französischen Revolution verkündet worden war.“(http://olympe-de-gouges.info/Erklaerung-der-Rechte-der-Frau-und-Buergerin.htm )
Sie wollte sie der französischen Nationalversammlung zur Verabschiedung vorlegen.

Newsletter 11/2011

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Weiberwirtschaft ist Preistraegerin des Innovationspreises der SPD

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Vorbildlich und leidenschaftlich für die Förderung von Genossenschaftsgründungen für Frauen.

Unter dem Motto „Genossenschaften – ein traditionsreiches Wirtschaftsmodell mit innovativer Kraft“ wurden drei Genossenschaften mit dem diesjährigen Innovationspreis der SPD ausgezeichnet.
Eine der Preisträgerinnen: die WeiberWirtschaft – Standort für Chefinnen! „Große Freude in der WeiberWirtschaft! Wir sind eine von drei Preisträgerinnen des Innovationspreises der SPD.“, lässt sich auf http://www.weiberwirtschaft.de/ lesen.
Die Genossenschaft Weiber.Wirtschaft ist das größte Gründerinnenzentrum Europas, angesiedelt in Berlin-Mitte. Mit dem Ziel Initiativkraft, wirtschaftliche Potenziale und die Unternehmens-Lust von Frauen zu bündeln, gibt die Genossenschaft Frauen Raum – im kreativen Sinne, denn es geht um den Austausch von Ideen und im wörtlichen Sinne, denn die Anklamerstraße 38-40 ist auch ein Gewerbestandort und Tagungszentrum. 1600 Genossenschafterinnen haben sich dem Projekt schon angeschlossen. Seit 1996 ist die Tempelhof-Schöneberger Sozialdemokratin Margrit Zauner Mitglied des Aufsichtsrates.

Zu den Preisträgern zählen neben der WeiberWirtschaft die innova eG und die Netzkauf EWS eG.
Mehr unter Informationen finden Sie unter
http://www.spd.de/aktuelles/Pressemitteilungen/18688/20111101_innovationspreis.html

„Gemeinsam für einen sauberen Kiez“ – OLGA räumt mit 29 Prostituierten den Kurfürstenkiez auf

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Am Donnerstag, den 17. November rief der Frauentreff Olga zu einem neuartigen Projekt auf: Gemeinsam mit 29 Prostituierten der Kurfürstenstraße wurde der Kiez geputzt. Ziel war es ein Zeichen zu setzen, dass auch die Prostituierten Wert auf einen sauberen Kiez legen. Michaela Klose, Leiterin des Frauentreff Olga erklärt dazu: „Häufig wird auf Veranstaltungen rund um den Kurfürstenstraßenkiez ein Thema von den Anwohnern und Anwohnerinnen angesprochen.“ Gemeint ist der Müll, der teilweise mit der Straßenprostitution auftritt. Dies sei laut Klose auch ein Thema, welches die Prostituierten selber oft stört! „Auf Anregung der Sexarbeiterinnen wurden schon kleine Mülltütenworkshops beim Streetwork abgehalten, was immer wieder zu mehr Sauberkeit im Kiez führte.“
Die „Mülltütenworkshops“ boten die Grundlage für ein neues Aktionsprojekt, das gemeinsam mit engagierten Ehrenamtlerinnen durchgeführt wurde. Streetworkerinnen und Sprachmittlerinnen kooperierten, um gemeinsam den Müll einzusammeln. Die vorgesehen „freundliche Bestechung“ mit einem Stück Kuchen war in den meisten Fällen gar nicht nötig, berichtete Frau Klose. Die Arbeit unterbrachen die Sexarbeiterinnen. Die Ausgabestelle für Mülltuten, Infomaterial, Kaffee und Kuchen wurde zum Anziehungspunkt für interessierte Anwohner und Anwohnerinnen, die gern ins Gespräch mit den Mitarbeiterinnen von Olga und den Prostituierten kommen wollten. „Eine rundum gelungene Aktion, die vor allem die Menschen zusammenbrachte und einen blank geputzten Kiez hinterließ!“, sagte Michaela Klose abschließend.

Mehr zu Olga, finden sie hier:
http://www.drogennotdienst.de/content/wirbieten/wb_angebotefrauen.html

Besuch von CrossKultur2011: Sineb El Masrar – MuslimGirls – Wer wir sind und wie wir leben

Logo CrossKultur2011

Mittwoch, 7. Dezember · 18:00 – 21:00 in derRobert Blum Gymnasium, Kolonnenstr. 21

Aus dem Programm: „Muslimische Frauen sind unterdrückt, zwangsverheiratet und zwangsverhüllt.
Diese Klischees begegnen uns ständig und prägen unser Bild. Die Autorin, Tochter marokkanischer Einwanderer, Herausgeberin des multikulturellen Frauen- magazins Gazelle und Teilnehmerin an der Islamkonferenz, gewährt mit ihrem Buch Einblicke in die vielfältige Lebens- realität junger
muslimischer Frauen. Sie sind selbstbewusst, frech und lebensfroh.“

Mehr Inforamtionen zum Programm von CrossKultur2011 finden Sie hier:
http://www.cross-kultur.de/

Frauen 1754

Dorothea Christiane Erxleben (1715 – 1762; geborene Leporin) war die erste promovierte deutsche Ärztin. „Trotz ihres breiten medizinischen Wissens (der Vater war Arzt) blieb ihr der Zugang zur Universität zunächst verwehrt. Daraufhin wandte sich ihr Vater an Friedrich den Großen, der 1741 die Universität Halle anwies, Dorothea Le-porin zur Promotion zuzulassen.“ (http://de.wikipedia.org/wiki/Dorothea_Christiane_Erxleben) Sie bekam von der Univer-sität Halle das Doktordiplom zugesprochen. Ihr Mann Johann Christian war von 1737 bis 1759 Pfarrer in St. Nikolai.
Quelle: Flyer über die Sankt Nikolaikirche zu Quedlinburg

Frauen 1722 und 1728

1722 und 1728: In England treten Frauen öffentlich als Boxerinnen auf.
Dohm, 1982 [1874]:153

Frauen 1400

„1400-1436 nahm Dorothea Lucca in Bologna einen Lehrstuhl für Heilkunde ein.“
Quellen: DOHM, 1982 [1874]:108
http://gutenberg.spiegel.de/buch/4771/7

Antrag: Ideologische Mehrheit der 50% Quote – Umsetzung der 50% Quote zur Chefinnensache machen

Durch die Vorstellung des Beschlusses der 50% Quote in den Kreisvorständen soll vor den Parteiwahlen 2012 eine Mehrheit in den Kreisen (für die Umsetzung des noch nicht in den Statuten aufgenommen Beschlusses) geschaffen werden. Dazu soll der ASF gLV einen Brief an die Kreisvorsitzenden mit einem Gesprächsangebot schicken, die Beschlusslage dort vorzustellen.

Dieser Antrag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg in geänderter Fassung beschlossen.

Durch die Vorstellung des Beschlusses der 50% Quote in den Kreisvorständen soll vor den Parteiwahlen 2012 eine Mehrheit in den Kreisen (für die Umsetzung des noch nicht in den Statuten aufgenommen Beschlusses) geschaffen werden. Dazu soll durch den gLV angeboten werden die Beschlusslage in den Kreisvorständen vorzustellen.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Antrag: Image-Kampagne

Unter Federführung des gLVs führt die ASF Berlin einen Image-Kampagne durch, die das Interesse von Frauen innerhalb und außerhalb für die ASF und die SPD wecken soll.

Dieser Antrag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg in geänderter Fassung beschlossen.

Unter Federführung des Landesvorstandes führt die SPD Berlin einen Image- Kampagne durch, die das Interesse von Frauen innerhalb und außerhalb für die ASF und die SPD wecken soll.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Antrag: Führungsakademie für Frauen

Unter Federführung des gLVs führt die ASF Berlin eine Führungsakademie für Frauen in der SPD durch. Dafür sind finanzielle und personelle Unterstützung durch die SPD Berlin einzuholen und/oder Drittmittel (z.B. durch FES, ABI, SGB) zu aquirieren.

Dieser Antrag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg in geänderter Fassung beschlossen.

Unter Federführung des Landesvorstandes führt die SPD Berlin eine Führungsakademie für Frauen in der SPD durch. Dafür sind ggf. finanzielle und personelle Unterstützung einzuholen und/oder Drittmittel (z.B. durch FES, ABI, SGB) zu akquirieren.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Antrag: Mentoringprogramm

Unter Federführung des gLVs führt die ASF Berlin ein Mentoringprogramm für Frauen in der SPD durch. Dabei sind finanzielle und personelle Ressourcen bei der SPD Berlin einzuholen.

Dieser Antrag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg in geänderter Fassung beschlossen.

Unter Federführung des Landesvorstandes führt die SPD Berlin ein Mentoringprogramm für Frauen in der SPD durch. Dabei sind finanzielle und personelle Ressourcen bei der SPD Berlin einzuholen.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Antrag: Forderungskatalog als Ergebnis des Gleichstellungsberichtes

Unter Federführung des gLVs führt die ASF Berlin eine Analyse des Gleichstellungsberichtes der SPD Berlin durch. Sie entwickelt Forderungen und Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in der SPD und an Funktionen und Mandaten sowie einen Zeitplan zur Umsetzung und legt diese zur Beschlussfassung dem SPD LV vor.

Dieser Antrag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg in geänderter Fassung beschlossen.

Unter Federführung des Landesvorstandes führt die SPD Berlin eine Analyse des Gleichstellungsberichtes durch. Sie entwickelt Forderungen und Maßnahmen zur Erhöhung des Frauenanteils in der SPD und an Funktionen und Mandaten sowie einen Zeitplan zur Umsetzung und legt diese zur Beschlussfassung dem SPD LV vor.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Antrag: Frauen in den Senat

Die ASF Berlin fordert die geschlechterparitätische Besetzung der an die SPD fallenden Resorts. Dies gilt gleichermaßen für die SenatorInnen wie auch die StaatssekretärInnen.

Dieser Antrag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg beschlossen.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Antrag: Geschlechterquote in der Fraktion

Die ASF Berlin bekräftigt Ihren Beschluss vom 28.9.11 und fordert die Mitglieder der SPD-Fraktion auf, bei der Wahl des Fraktionsvorstandes die zur Verfügung stehenden Plätze jeweils zu 50% mit Männern und Frauen zu besetzen. Dies schließt eine geschlechterparitätische Besetzung für den Fraktionsvorsitz und die Geschäftsführung ein. Zudem fordert die ASF Berlin bei der Wahl von Sprecherinnen und Sprechern der Fraktion, dass die Frauen und Männer gleichermaßen Berücksichtigung finden.

Die­ser An­trag wurde am 26.​10.​2011 im Landevorstand der ASF Berlin
auf Initiative der ASF Tempelhof-Schöneberg in geänderter Fassung be­schlos­sen.

Die ASF Berlin bekräftigt Ihren Beschluss vom 28.9.11 und fordert die Mitglieder der SPD Fraktion auf, bei der Wahl des Fraktionsvorstandes die zur Verfügung stehenden Plätze jeweils zu 50% mit Männern und Frauen zu besetzen und diese als Selbstverpflichtung wahr zu nehmen. Dies schließt eine geschlechterparitätische Besetzung für den Fraktionsvorsitz und die Geschäftsführung ein. Zudem fordert die ASF Berlin bei der Wahl von Sprecherinnen und Sprechern der Fraktion, dass die Frauen und Männer gleichermaßen Berücksichtigung finden.

Der Antrag wurde an den Landesvorstand der SPD weitergeleitet.

Frauen vor 1400

„In der Antike und im frühen Mittelalter war es für Frauen zwar nicht üblich, aber dennoch möglich, an Akademien zu studieren und zu lehren. Berichte über prominente Ärztinnen, Architektinnen, Philosophinnen und andere weibliche Gelehrte aus dem Alten Ägypten, dem Antiken Griechenland oder dem Römischen Reich sind überliefert.“
Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Frauenstudium

Besuch der Ausstellung „Rosenstraße 76″

Freitag, 4. November · 17:00 – 18:00, Treff um 16:45 am Augustenburger Platz vor dem Haupteingang zum Virchow-Klinikum.

Die „Rosenstr. 76“ ist eine Ausstellung zum Thema häusliche Gewalt, die 2008 von der evangelischen Kirche in Westfalen und „Brot für die Welt“ konzipiert und als Wanderausstellung in Nordrhein-Westfalen gezeigt wurde. Danach machte man das Konzept und die Inhalte allen Interessierten zugänglich. Die Ausstellung gastiert zur Zeit an der Charité, Campus Virchow Klinikum, wo wir die Gelegenheit nutzen möchten, sie uns anzuschauen.

„Rosenstr. 76“ Ausstellung zum Thema häusliche Gewalt

26. September 2011 – 11. Dezember 2011
Campus Virchow Klinikum, Mittelallee 10 (Glashalle)
Öffnungszeiten: Montag – Freitag 10.00-18.00 Uhr

Newsletter 10/2011

Unseren Newsletter findet Ihr hier: Newsletter 10/2011

Bei all den Parteien – warum die SPD wählen?

„Bei all den Parteien – warum die SPD wählen?“ wurde gefragt beim politischen Frauenfrühstück der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen AsF Tempelhof-Schöneberg. Eingeladen war für Freitag den 2. September in die Räume von Huzur in der Schöneberger Bülowstraße.

Neben einem reich gedeckten Buffet, bei dem es auch einen selbstgebackene Bananenkuchen gab, diskutierte man intensiv über politische und gesellschaftliche Themen. Unter den 25 Teilnehmerinnen befand sich die sozialdemokratische Bezirksbürgermeisterkandidatin für Tempelhof-Schöneberg Angelika Schöttler, ebenso wie die Direktkandidatinnen für die Wahl zum Abgeordnetenhaus Dilek Kolat, Dr. Annette Fugmann-Heesing, Andrea Kühnemann und Manuela Harling. Die Antwort auf die oben genannte Frage fiel so auch eindeutig aus: Weil es keine Alternative gibt! Egal ob Bildungs-, Frauen- oder Wissenschaftspolitik, ob es um Frauen in Führungspositionen geht oder das Schaffen von Ausbildungsplätzen, die SPD hat die Antworten, da waren sich die Frauen auf dem Podium einig.

Zudem gab es die Frage nach dem Verbleib des Herrn Sarrazin in der SPD. Für die anwesenden Kandidatinnen war es klar, dass sie das Menschenbild Sarrazins, der Menschen nach ihrem ökonomischen Nutzen beurteilt, nicht teilen. Obwohl es in der Integrationspolitik Defizite gibt, gibt es auch tausende Beispiele gelungener Integration. Die SPD bekennt sich als Berlin-Partei zu
einer von Migration geprägten modernen Stadtgesellschaft, in der sich Migrantinnen und Migranten einbringen und integrieren. Daran wird auch ein Thilo Sarrazin nichts ändern.

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Zum Abschluss wurden zur Erinnerung noch gemeinsame Fotos im wunderschönen, grünen Innenhof bei Huzur e.V. gemacht.

Kunst gegen Krieg und Armut – Käthe Kollwitz

„Käthe Kollwitz war eine sehr engagierte und beeindruckende Frau, mit deren Werken und Wirken wir uns sehr viel mehr beschäftigen sollten. Sie hat das politische Leben ihrer Zeit beeinflusst. Als Frau damals keine Selbstverständlichkeit.“, fasste Angelika Schöttler sehr beeindruckt von der Ausstellung die Museumsführung zusammen.

Am Nachmittag des 20. August lud die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF) ins Käthe-Kollwitz-Museum ein. Käthe Kollwitz zeichnete die Menschen wie sie sie erlebte. Das gefiel dem Adel und dem König nicht immer. Denn gerade die Menschen, denen es nicht gut ging, waren ihr Ziel. Krieg, Hunger und Tod sind wichtige Themen ihrer Bilder oder Plastiken. Auch ihre Plakate u.a gegen Krieg sind heute weit bekannt.

Besuch Käthe Kollwitz

Ohne Macht gibt es keine Veränderung

„Ohne Macht gibt es keine Veränderung“ stellte die Autorin fest. In „Auf Augenhöhe oder wie Frauen begannen die Welt zu verändern“ geht es um Heli Ihlefeld, ihren Werdegang und die Grenzen an die sie schließlich mit der Frauen- und Gleichstellungspolitik als Frauenbeauftragte der Telekom stößt.

Im Schöneberger Cafe Antikflair lauschten die anwesenden Frauen den gelesenen Worten der Autorin. Ihlefeld berichtete von ihrer alltäglichen Arbeit, ihren Visionen und Ideen, wie sie sich Gesetzesgrundlagen zu eigen machte und an den stolzen Männern scheiterte, die den Mitarbeiterinnen lieber Heim und Herd zugestanden, als Betriebskindergärten. Und sie berichtete von den Männern, die in Ihren lokalen Bereichen das hausinterne Gleichstellungsprogramm in der Hand nahmen und ausgezeichnet wurden. Dabei kamen uns Anwesenden die gelesenen Geschichten von Erfolg und Frust, Überzeugungsarbeit und die Suche nach Bündnispartnern, sehr aktuell vor.
Genauso aktuell, war Heli Ihlefelds Appell an uns Frauen, solidarisch miteinander umzugehen, denn nur gemeinsam können wir etwas erreichen, daran glaubt sie fest.

Angelika Lesung
Wenn die Macht gleich verteilt sei, dann können Frauen und Männer auch auf Augenhöhe miteinander reden, so sagte Angelika Schöttler, Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin in Tempelhof-Schöneberg. Anwesend waren auch die Kandidatinnnen für das Abgeordnetenhaus Andrea Kühnemann und Manuela Harling, sowie die Bezirksverordnete Marijke Höppner

Heli Ihlefeld las am 30.8.11 für die ASF Tempelhof-Schöneberg „Auf Augenhöhe oder wie Frauen begannen die Welt zu verändern“ im Cafe Antikflair, Grundewaldstraße 10.

Frühstück für Frauen mit der Spitzenkandidatin für Tempelhof-Schöneberg und den Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus

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Wir laden Sie herzlich ein zu einem Frühstück für Frauen mit der Spitzenkandidatin für Tempelhof-Schöneberg und den Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus:
Freitag, den 2.9.11 von 10 bis 13 Uhr bei Huzur e.V., Bülowstr. 94

Wie soll sich Berlin in den kommenden Jahren entwickeln? Was macht Tempelhof-Schöneberg zu einem lebenswerten Bezirk? Diese und viele andere Fragen können
Sie bei dem politischen Frühstück von Angelika Schöttler, Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin, und den Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus und das Bezirksparlament erfahren.

Mit dabei sind An­ge­li­ka Schött­ler – sie kan­di­di­diert auf Lis­ten­platz 1 als Bür­ger­meis­te­rin für Tem­pel­hof-​Schö­ne­berg – sowie die Kandidatinnen für das Bezirksparlament (BVV) Ingrid Kühnemann und Marijke Höppner.
Außerdem können Sie ins Gespräch kommen mit den Di­rekt­kan­di­da­tin­nen für das Ab­ge­ord­ne­ten­haus An­net­te Fug­mann-​Hee­sing für den Wahl­kreis Schö­ne­berg-​Ci­ty, Dilek Kolat für den Wahlkreis Friedenau und Ma­nue­la Har­ling für den Wahl­kreis Ma­ri­en­dorf-​Süd/Ma­ri­en­fel­de-​Nord .

Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@asf-ts.spd-berlin.de

ASF unterwegs mit Angelika Schöttler am Winterfeld Platz

Gemeinsam mit Unterstützerinnen der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (ASF), den Wahlkreiskandidatinnen für das Berliner Abgeordnetenhaus, Dr. Annette Fugmann-Heesing (Schöneberg Nord) und Manuela Harling (Mariendorf Süd/Marienfelde Nord) und der Bundestagsabgeordneten Mechthild Rawert besuchte die Bezirksbürgermeisterkandidatin Angelika Schöttler die gut gefüllten Kneipen am Winterfeldplatz. Die Kandidatinnen stellten sich den Frauen vor und beantworteten dringende Anliegen. Überreicht wurden auf der Tour blaue Tüten mit Informationen und Kleinigkeiten. Für Heiterkeit sorgte der Kommentar eines männlichen Gastes, der laut bemerkte: „Jetzt schickt die SPD schon die Frauen los!“

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Heli Ihlefeld liest aus: „Auf Augenhöhe oder wie Frauen begannen, die Welt zu verändern – Erinnerungen.“

Heli Ihlefeld

Wir laden Sie herzlich ein zu Heli Ihlefeld liest aus: „Auf Augenhöhe oder wie Frauen begannen, die Welt zu verändern – Erinnerungen.“:
Dienstag, den 30.8.11 von 19 bis 21 Uhr im Cafe Antikflair, Grunewaldstr. 10

„Der Weg in eine friedlichere Welt wird nur gemeinsam mit den Frauen gefunden werden. Davon bin ich überzeugt.” Heli Ihlefeld
Als politische Journalistin lernte sie das männliche System der Bonner Republik kennen. Als Pressesprecherin der Bundestagspräsidentin machte sie die Frauenpolitik zu ihrem Thema. Als Gleichstellungsbeauftragte kämpfte sie für eine Unternehmenskultur auf Augenhöhe.

Führung durch das Käthe-Kollwitz-Museum – Kunst als Kommentar

Käthe Kollwitz Museum

Sie sind herzlich eingeladen zu einer Führung durch das Käthe-Kollwitz-Museum „Kunst als Kommentar“:
Samstag, den 20.8.11 von 15 bis 17 Uhr im Käthe-Kollwitz-Mueseum, Fasanenstr. 24

Besonders bei Künstlerinnen fällt auf, dass ihr kreatives Schaffen von der kunsthistorischen Forschung wie auch der Allgemeinheit stets in enger Beziehung zu ihrer Biographie betrachtet wird. Selbstredend waren die beiden Weltkriege, der Tod des eigenen Sohnes und das Elend der Berliner Bevölkerung einschneidende und prägende Erlebnisse für Käthe Kollwitz – dennoch sollte man ihr umfangreiches Werk an Graphik, Zeichnung und Plastik vor allem als künstlerischen Kommentar bewerten. Die ASF Tempelhof-Schöneberg zahlt für Sie die Führung. Sie zahlen den Eintritt von 3 EUR pro Person.

Da die Anzahl der Plätze begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung an anmeldung@asf-ts.spd-berlin.de

Wir laden Sie ein!

Wir laden Sie herzlich ein zu den folgenden drei Veranstaltungen:

Führung durch das Käthe-Kollwitz-Museum – Kunst als Kommentar
Samstag, den 20.8.11 von 15 bis 17 Uhr im Käthe-Kollwitz-Mueseum, Fasanenstr. 24

Besonders bei Künstlerinnen fällt auf, dass ihr kreatives Schaffen von der kunsthistorischen Forschung wie auch der Allgemeinheit stets in enger Beziehung zu ihrer Biographie betrachtet wird. Selbstredend waren die beiden Weltkriege, der Tod des eigenen Sohnes und das Elend der Berliner Bevölkerung einschneidende und prägende Erlebnisse für Käthe Kollwitz – dennoch sollte man ihr umfangreiches Werk an Graphik, Zeichnung und Plastik vor allem als künstlerischen Kommentar bewerten. Die ASF Tempelhof-Schöneberg zahlt für Sie die Führung. Sie zahlen den Eintritt von 3 EUR pro Person.
Da die Anzahl der Plätze für alle drei Veranstaltung begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung an anmeldung@asf-ts.spd-berlin.de

Heli Ihlefeld liest aus: „Auf Augenhöhe oder wie Frauen begannen, die Welt zu verändern – Erinnerungen.“
Dienstag, den 30.8.11 von 19 bis 21 Uhr im Cafe Antikflair, Grunewaldstr. 40

„Der Weg in eine friedlichere Welt wird nur gemeinsam mit den Frauen gefunden werden. Davon bin ich überzeugt.” Heli Ihlefeld
Als politische Journalistin lernte sie das männliche System der Bonner Republik kennen. Als Pressesprecherin der Bundestagspräsidentin machte sie die Frauenpolitik zu ihrem Thema. Als Gleichstellungsbeauftragte kämpfte sie für eine Unternehmenskultur auf Augenhöhe.

Frühstück für Frauen mit der Spitzenkandidatin für Tempelhof-Schöneberg und den Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus
Freitag, den 2.9.11 von 10 bis 13 Uhr bei Huzur e.V., Bülowstr. 94

Wie soll sich Berlin in den kommenden Jahren entwickeln? Was macht Tempelhof-Schöneberg zu einem lebenswerten Bezirk? Diese und viele andere Fragen können Sie bei dem politischen Frühstück von Angelika Schöttler, Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin, und den Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus und das Bezirksparlament erfahren.
Da die Anzahl der Plätze für alle drei Veranstaltung begrenzt ist, bitten wir um eine Anmeldung an anmeldung@asf-ts.spd-berlin.de

Stolpersteine putzen in Lichtenrade

Von Andrea Kühnemann

Sind Ihnen in Lichtenrade schon die kleinen gravierten Messingplatten aufgefallen? Es ist ein Projekt, das die Erinnerung an Vertreibung und Vernichtung der Juden und anderer Verfolgter des Nazi- Regimes lebendig hält.
Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS- Zeit, indem er vor ihrem letzten selbstgewählten Wohnort „Direkt vor der Haustür“ Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. „Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen Ist“.

Mit den Stolpersteinen wird die Erinnerung an die Menschen lebendig gehalten, die einst dort wohnten. An 13 Adressen kann mit Hilfe der Stolpersteine insgesamt 33 Lichtenraderinnen und Lichtenradern gedacht werden, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt und ermordet wurden. Der Anteil der Juden an der Bevölkerung in Lichtenrade war gering, dennoch waren die meisten der Menschen, derer auf diese Art gedacht wird Juden.

Damit die Stolpersteine nicht übersehen werden, müssen sie glänzen. Die Kandidatin für die Wahlen zum Abgeordnetenhaus des Wahlkreises 6 Manuela Harling und die stellv. Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung Ingrid Kühnemann beteiligten sich ebenfalls an der Reinigung der Steine. Mein besonderer Dank gilt der Geschichtswerkstatt Lichtenrade, die massgeblich an der Initiierung dieses Projektes beteiligt war und uns aktiv bei der Reinigung unterstützte.

Stolpersteine
Manuela Harling (Kanditatin für das Abgeordnetenhaus Wahlkreis Mariendorf Süd/Marienfelde Nord) und Andrea Kühnemann (Kandidatin für das Abgeordnetenhaus Wahlkreis Lichtenrade)

Unser Flyer ist da!

Unser ASF Flyer ist da und erstrahlt im neuen Layout. Mehr zu unseren Positionen kann man nun in diesem Faltblatt finden. Außerdem haben vier tolle Frauen geschrieben, warum es sich lohnt Frauen- und Gleichstellungspolitik – am Besten in der ASF – zu machen!
Selbstdarstellung au�en
Selbstdarstellung innen

Sabine Karim – Ihre Kandidatin für Neu-Tempelhof!

Sabine

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Sabine Karim. Ich bin Kandidatin für die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg auf Listenplatz 31. Der Wandel und die lebhafte Biografie unserer Stadt, in der ich als gebürtige Berlinerin seit nunmehr fast einem halben Jahrhundert lebe, hat auch meiner Lebensbahn immer wider neue Impulse gegeben. Ich war zunächst fünfzehn Jahre Mitarbeiterin im Öffentlichen Dienst. Als qualifizierte Übersetzerin habe ich dann zur Jahrtausendwende an der Freien Universität Berlin das Studium – Arabistik und Italianistik – aufgenommen und in der Regelstudienzeit erfolgreich abgeschlossen.

Der Sinn für soziale Gerechtigkeit gehört zu meinem Wesen. Ich glaube, politisch aktiv zu sein, ist der richtige Weg, um zu begreifen, wie Politik funktioniert. Daher habe ich mich vor zwei Jahren entschlossen, als aktives Mitglied in die SPD einzutreten und diesen Schritt nicht bereut. Abgesehen von meinem Engagement auf der berzirklichen Ebene, setze ich mich als Mitglied der AG Migration für ein positives Miteinander der Menschen aller Kulturen ein. In meiner Funktion als Lern- und Lesepatin des VBKI unterstütze ich in Tempelhof Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund der Sekundarstufe mit meinem Wissen und mit meinen Sprachkenntnissen.

Ihre Sabine Karim

Angelika Wüstenhagen – Ihre Kandidatin aus Marienfelde!

Angelika Wüstenhagen kandidiert auf Listenplatz 29 für die Bezirksverodnetenversammlung.

Anne-Kathrin Helmstorf – Ihre Kandidatin aus Schöneberg!

Anne-Kathrin Helmsdorf kandidiert auf Listenplatz 27 für die Beirksverordnetenversammlung.

Martina Reichhardt – Ihre Kandiatin aus Friedenau!

Martina Reichhardt kandidiert auf Listenplatz 25 für die Bezirksverordnetenversammlung.

Bärbel Berstein – Ihre Kandidatin für Neu-Tempelhof!

Bärbel Bernstein kandidiert auf Listenpaltz 23 für die Bezirksverordnetenversammlung.

Janis Hantke – Ihre Kandidatin für Mariendorf!

Janis Hantke

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Janis Hantke und ich kandidiere auf Listenplatz 21 für die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg. Ich bin 24 Jahre alt und arbeite als Biologisch-technische Assistentin in der Charité. Außerdem habe ich eine Ausbildung als Sozialassistentin abgeschlossen.

Da es für mich besonders wichtig ist, mich mit den Anliegen und Problemen der Menschen vor Ort auseinander zu setzen möchte ich mich in den Ausschüssen für Bürgerdienste und Ordnungsamt, Eingaben und Beschwerden sowie Schule engagieren.

Neben der SPD bin ich außerdem im Verein Initiative Stolpersteine an der B 96 – Gedenken in Berlin Tempelhof Schöneberg e.V. aktiv sowie Mitglied in der AWO.

Ihre Janis Hantke

Petra Rudolphi-Korte – Ihre Kandidatin aus Neu-Tempelhof!

Petra

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich heiße Petra Rudolphi-Korte, nominiert für Platz 19 auf der Liste der Bezirksverordnetenversammlung Tempelhof –Schöneberg. Ich bin 62 Jahre alt und seit zwei Jahren wieder in Berlin. Anfang der 70er Jahre habe ich in Neukölln als Lehrerin gearbeitet Nach meinem Studium an der Hochschule für Bildende Künste in Braunschweig hatte ich 15 Jahre ein Geschäft für Antiquitäten und historische Leuchten bis zu meinem Umzug nach Göttingen. Dort war ich als Dozentin für Integrationskurse tätig.
1994 bin ich in die SPD eingetreten; in Göttingen habe ich als stellvertretende Stadtverbandsvorsitzende Veranstaltungen zu Finanz- , Frauen- und Integrationspolitik organisiert; diese Themen sind auch hier in Berlin meine Schwerpunkte.
Ich bin Mitglied in der DL 21, im „Institut Solidarische Moderne“ und im Redaktionsteam der „TS-aktuell“, die SPD-Zeitung für Tempelhof-Schöneberg.

Ihre Petra Rudolphi-Korte

Gudrun Blankenburg – Ihre Kandidatin aus Friedenau!

Gudrun Blankenburg

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Gudrun Blankenburg. Ich bin 72 Jahre alt und kandidiere auf Listenplatz 17 für die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg, der ich seit Mai 2010 angehöre. Als Mitglied im Ausschuss für Bildung und Kultur sowie im Schulausschuss setze ich mich für Bildung und Wissensvermittlung ein, die stärksten Faktoren für eine selbstbestimmtes Leben in einer solidarischen Gesellschaft.
Ich selber habe als gelernte Buchhändlerin und Bibliothekarin die Macht des Wissens vermitteln dürfen. Mit Stadtführungen durch Schöneberg und Publikationen mache ich mich stark für den Erhalt und Ausbau der Kultur, insbesondere der Gedenkkultur im Bezirk.
Ich bin Mitglied der AWO und unterstütze gern die Bürgerinitiativen ‚Quartier Bayerischer Platz e.V.‘ und ‚Stolpersteine an der B 96. Gedenken in Tempelhof-Schöneberg e.V.'‘.

Ihre Gudrun Blankenburg

Annette Schulz-Schöllhammer – Ihre Kandidatin aus Schöneberg-City!

Annette Schulz-Schöllhammer

Annette-Schulz-Schöllhammer kandidiert auf Listenplatz 15 für die Bezirksverordnetenversammlung.

Nihan Dönertasch – Ihre Kandidatin aus Schöneberg!

Nihan Dönertas kandidiert auf Listenplatz 13 für die Bezirksverordnetenversammlung.

Ingrid Kühnemann – Ihre Kandidatin aus Marienfelde!

Ingrid

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Ingrid Kühnemann und ich kandidiere auf Listenplatz 11 für die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg. Ich bin 66 Jahre alt, gelernte Friseurin und mittlerweile im Ruhestand.
Das Motto meiner Politik lautet: Wenn sich keiner engagiert, stirbt die Demokratie!

Ich bin stellvertretende Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg und vertrete die SPD außerdem in den Ausschüssen für Eingaben und Beschwerden, Bürgerdienste und Ordnungsamt sowie Bildung und Kultur. Ich bin auch Mitglied im Ältestenrat und im Beirat für Sozialangelegenheiten.

Neben meiner Mitgliedschaft in der SPD bin ich Mitglied weiterer Vereine: Sozialdemokratische Gemeinschaft für Kommunalpolitik, AWO, IG Metall, Verein zur Förderung des Weinbergs und der Gartenarbeitsschule in Schöneberg e.V., Deutsch- Israelische Gesellschaft, WIZO Deutschland e.V., Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung e.V., Mitglied des Arbeitskreises Kultur und Medien der Fraktion Gern können Sie sich mit Ihren Fragen und Anliegen an mich wenden. Sie erreichen mich per Email unter Ingrid.kuehnemann(at)gmx.de.

Ihre Ingrid Kühnemann

Marijke Höppner – Ihre Kandidatin aus Friedenau!

Marijke Höppner

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Marijke Höppner und ich kandidiere auf Listenplatz 9 für die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof- Schöneberg. Ich bin 29 Jahre alt, studiere Politikwissenschaften an der Freien Universität Berlin und arbeite als studentische Mitarbeiterin bei einem gewerkschaftlichen Projektträger. Eine Ausbildung als Reiseverkehrskauffrau habe ich schon abgeschlossen.

Politik wird von, mit und für Menschen gemacht. Dabei ist es besonders wichtig, den Menschen eine Stimme zu geben, die diskriminiert oder übergangen werden. Die SPD vertrete ich in den Ausschüssen für Jugendhilfe, Bildung und Kultur sowie Frauen, Integration und Quartiersentwicklung. Außerdem bin ich Sprecherin für Jugend- und Integrationspolitik. In den kommenden Jahren möchte ich mich auch weiterhin für die Belange derer einsetzen, die in unserer Gesellschaft besonderer Unterstützung bedürfen.

Neben meinem Engagement in der SPD unterstütze ich mehrere Vereine u.a. Verdi, SJD – Die Falken, AWO, Stolpersteine an der B 95 e.V. und Friedenau integrativ. Gern können Sie sich mit Ihren Fragen und Anliegen an mich wenden.

Sie erreichen mich per E- Mail unter Marijke.Hoeppner(at)SPD- Friedenau.de

Ihre Marijke Höppner

Karin Dehn – Ihre Kandidatin aus Schöneberg-City!

Karin Dehn

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Karin Dehn und ich kandidiere auf Listenplatz 7 für die Bezirksverordnetenversammlung von Tempelhof-Schöneberg. Ich bin 61 Jahre alt und ausgebildete Kauffrau für Personalwirtschaft.
Kommunalpolitik heißt für mich: Angesichts des demografischen Wandels halte ich es für unerlässlich, dass wir auch in unserem Bezirk nach innovativen Wohnkonzepten suchen, die es älteren Menschen ermöglichen, mitten im Leben zu verbleiben – und nicht in die Isolation abgestellt zu werden. Ältere Menschen helfen jüngeren und umgekehrt. Beide haben ihre jeweiligen Erfahrungen und Potenziale – und wollen diese auch einbringen. Auch in Zukunft werde ich mich für ein soziales miteinander einsetzten.
Ich bin Mitglied der Ausschüsse für Frauen, Integration und Quartiersmanagement, Gesundheit; Menschen mit Behinderung, Sport sowie Stadtplanung. Außerdem bin ich Sprecherin für Frauenpolitik.

Ihre Karin Dehn

Melanie Kühnemann – Ihre Kandidatin aus Lichtenrade!

Melanie KÃ�Â&frac14;hnemann

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Melanie Kühnemann und ich kandidiere auf Listenplatz 5 für die Bezirksverordnetenversammlung. Ich bin 38 Jahre alt und bin Lehrerin an einem Berliner Gymnasium.

Sozialdemokratische Kulturpolitik orientiert sich nach meinem Verständnis vor allem am Gedanken der Teilhabe. Kulturpolitik ist ein Teil der Bildungspolitik. Im Bezirk geht es um die Stärkung des Bewusstseins von Kultur- und Bildungseinrichtungen als den zentralen gesellschaftspolitischen Instanzen, die es mit aller Kraft zu unterstützen gilt – dafür setze ich
mich ein!
Ich bin stellvertretende Vorsitzende der SPD Fraktion im Bezirksparlament sowie Sprecherin für Kulturpolitik. Ich vertrete die SPD im Hauptausschuss (Finanzen, Verwaltungsreform, Geschäftsordnung und Gender) und in den Ausschüssen für Schule, Bildung und Kultur sowie Frauen, Integration und Quartiersentwicklung. Auch in Zukunft möchte Kulturpolitik
zu meinem Schwerpunktthema machen.
Neben meiner Engagement in der SPD unterstütze ich mehrere Vereine: SGK, GEW, Deutsch- Israelische Gesellschaft, Förderverein des Georg- Büchner Gymnasiums, Förderverein der Nahariya Grundschule, Verein zur Förderung des Weinbergs und der Gartenarbeitsschule in Schöneberg e.V., foodwatch, Frag doch! Verein für Begegnung und Erinnerung e.V.. Gern können Sie sich mit Ihren Fragen und Anliegen an mich wenden. Sie erreichen mich per Email unter: kuehnefrau(at)gmx.de.

Ihre Melnanie Kühnemann

Elke Ahlhoff – Ihre Kandidatin aus Friedenau!

Elke Ahlhoff

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mein Name ist Elke Ahlhoff (55 Jahre) und habe zwei Söhne. Ich bin approbierte Tierärztin und Leite eine Einrichtung für berufliche Qualifizierung. Ich kandidiere auf Listenplatz 3 der SPD für die Bezirksverordnetenversammlung (BVV).

In der kommenden Wahlperiode möchte ich mich weiter für die Belange unseres Bezirks einsetzen und kommunalpolitisch engagieren. Denn dies ist Politik die Nahe bei den Menschen ist. Politik wird nicht von irgendjemanden „gemacht“, sondern lebt vom Engagement der der Bürgerinnen und Bürger.
Als Bezirksverordnete sind wir nebenberuflich aktiv und arbeiten gerne mit anderen zusammen, um etwas zu bewegen und zu gestalten.
Seit 2006 bin ich Vorsitzende der SPD-Fraktion in der Bezirksverordnetenversammlung und vertrete die Fraktion im Schulausschuss, Hauptausschuss (Finanzen, Verwaltungsreform, Geschäftsordnung und Gender), Ältestenrat und Facility Management. Außerdem bin ich die Schulpolitische Sprecherin der Fraktion.

In den kommenden fünf Jahren möchte ich mich besonders für einen guten Abschluss der Umstrukturierungen im Schulbereich, den Erhalt einer bürgernahen Verwaltung und für eine attraktive Stadtentwicklung einsetzen.

Neben meiner aktiven Mitgliedschaft in der SPD, bin ich auch Mitglied in: AWO, Ver.di, SGK, Greenpeace, Förderverein der Rheingau Oberschule, Förderverein der Gartenarbeitsschule und der Freunde des Schöneberger Weinbergs.

Ihre Elke Ahlhoff

Angelika Schöttler – die neue Bürgermeisterin für Tempelhof-Schöneberg!

Angelika Schöttler
Angelika Schöttler, BVV-Listenplatz 1, Spitzenkandidatin: die neue Generation für das Amt der Bezirksbürgermeisterin

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

ich bin SPD-Politikerin in Tempelhof-Schöneberg aus Leidenschaft. Im Bezirk aufgewachsen bin ich inzwischen 48 Jahre alt, verheiratet und habe drei Kinder.
Ich habe einen schönen Beruf als Informatikerin gelernt und darin viele Jahre gearbeitet. Gleichzeitig war ich bis 2002 als Bezirksverordnete im Bezirk aktiv.

Seit 2002 bin ich Stadträtin für Familie, Jugend und Sport hier in Tempelhof-Schöneberg. Weil mir die Entwicklung in den einzelnen Stadtquartieren am Herzen liegt, habe ich 2006 zusätzlich Verantwortung für das Quartiersmanagement übernommen. Wichtig ist mir der Dialog mit den Menschen und Institutionen vor Ort, denn nur so läßt sich Politik gestalten und tragen. Ich kenne mich im Bezirk aus.

Jetzt kandidiere ich als Bezirksbürgermeisterin.

Meine Leitlinien sind:
- das gute Miteinander der vielen sehr unterschiedlichen Menschen im Bezirk zu gestalten.
- die Bildungschancen für alle Kinder und Jugendlichen zu fördern.
- die Wirtschaft und gute Arbeitsplätze im Bezirk durch zukunftsfähige Unternehmensnetzwerke und Neuansiedlungen zu stärken.
- weiterhin vor Ort präsent und ansprechbar zu sein.
- der Frauen- und Integrationspolitik mehr Bedeutung zu geben und sie sichtbar zu machen.
- die Infrastruktur und Angebote für die Menschen im Bezirk zu erhalten und zu verbessern.

Wer in Tempelhof-Schöneberg lebt soll auch hier eine Zukunft haben.

Bitte unterstützen Sie mich, in dem Sie am 18.9. SPD wählen!

Ihre Angelika Schöttler

Starke Frauen für Tempelhof-Schöneberg!

Fraktion_Frauen

Mit unseren Kandidatinnen für das Tempelhof-Schöneberger Bezirksparlament (Bezirksverordnetenversammlung) sind wir gut aufgestellt. Jeder zweite Listenplatz ist mit einer kompetenten und engagierten Frau besetzt. Die SPD Fraktion in Tempelhof-Schöneberg wird demnach entsprechend der gesellschaftlichen Geschlechterverteilung zu 50 % von Frauen repräsentiert.
Die Kandidatinnen sind in unterschiedlichen Berliner Quartieren beheimatet und besetzen unterschiedliche politische Politikfelde . Vernetzt sind alle Frauen durch die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen (AsF).
Angelika Schöttler führt die Liste der SPD Tempelhof-Schöneberg an und kandidiert als Bürgermeisterin für den Bezirk Tempelhof-Schöneberg. Die derzeitige Vorsitzende der SPD-Fraktion Elke Ahlhoff genießt den Ruf als Schulexpertin im Bezirk. Auf Platz drei kandidiert Melanie Kühnemann, Sprecherin für Kulturpolitik und stellvertretende Vorsitzende der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg. Ihr folgt die Stadtplanerin Karin Dehn aus Schöneberg-City. Marijke Höppner, Sprecherin für Jugend- und Integrationspolitik, befasst sich vor allem mit Antidiskiminierungspoltik. Ingrid Kühnemann aus Lichtenrade ist stellvertretende Vorsteherin und pflegt die Kontakte in die Partnerstädte Tempelhof-Schönebergs. Auf Platz 13 folgt die Quartiersrätin Nihan Dönertas. Die Projektmanagerin Annette Schulz-Schöllhammer legt ihren Schwerpunkt auf Wirtschafspolitik. Aus Friedenau tritt die Kiezautorin und Expertin für Erinnerungskultur Gudrun Blankenburg an. Petra Rudolphi-Korte ist seit Jahren als frauenpolitisch engagiert. Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern ist Janis Handtke aus Mariendorf sehr wichtig.
Des Weiteren kandieren ab Listenplatz 23: Bärbel Bernstein, Martina Reichhardt, Anne-Kathrin Helmstorf, Angelika Wüstenhagen, Sabine Karim, Dominica Acri, Claudia Schmidt, Barbara Beguhl, Stephanie Niehoff, Monika Thimm, Ingeborg Ludwig, Rita Robinson, Regina Burkhardt und Lotte Weber.

Handeln statt reden. Gleichstellungspolitik in Tempelhof-Schöneberg!

Tempelhof-Schöneberg ist ein Bezirk vielen starken und tollen Frauen. Dank der SPD konnten wichtige Strukturen erhalten werden und Gedenkkultur ausgebaut.
Hier ein Ausschnitt zur Frauen politik der SPD aus dem kommunalen Wahlprogramm:

„Wir unterstützen die Arbeit der Frauenbeauftragten des Bezirks, um noch bestehende Diskriminierungen von Frauen in unserem Bezirk abzubauen. Dafür ist es erforderlich, die Frauenbeauftragte mit ausreichend finanziellen und personellen Ressourcen auszustatten.
Um Mädchen einen Einblick in die Arbeit des Bezirksamts zu ermöglichen, setzen wir uns dafür ein, dass alle Stadträte und Stadträtinnen des Bezirksamtes am Girls‘Day teilnehmen und als Vorbilder für Mädchen und junge Frauen dienen.
Mit dem jährlichen „Frauenmärz“ hat Tempelhof-Schöneberg eine erfolgreiche Veranstaltungsreihe, die weit über die Grenzen unseres Bezirkes hinaus bekannt ist. Wir werden uns für eine Fortsetzung des „Frauenmärzes“ weiter einsetzen. Uns ist es wichtig, dass sich die Vielfalt der Frauen in Tempelhof-Schönberg im Programm widerspiegelt.

In Tempelhof-Schöneberg lebten und arbeiteten viele bekannte Frauen. Ihren Lebenswerken wollen wir durch bezirkliche Aktivitäten mehr Anerkennung geben. Dazu gehört die Ehrung durch die Benennung von neu erschlossenen Straßen nach Frauen des Bezirks.

Frauen in schwierigen Situationen müssen weiter Hilfe im Bezirk erhalten. Daher wollen wir dafür Sorge tragen, dass die bestehenden Hilfsangebote für Frauen und Kinder in familiären Krisen- und Bedrohungssituationen besser bekannt gemacht werden. Der regionale Aktionsplan gegen häusliche Gewalt ist ein Meilenstein der Anti-Gewalt-Arbeit in unserem Bezirk. Eine bessere sozialraumorientierte Vernetzung zwischen den Hilfsprojekten, Ärzten und anderen Akteuren ist für ein optimiertes Unterstützungsangebot erforderlich. Dadurch können Gewalttaten aus dem häuslichen Bereich früher erkannt und eine schnellere Weiterleitung an die Hilfestellen erzielt werden. Den von den Vereinten Nationen deklarierten Gedenktag gegen Gewalt an Frauen am 25. November werden wir weiterhin jährlich zur Aufklärung nutzen.

Prostitution ist auch in Tempelhof-Schöneberg angesiedelt. Dabei spielen die Geschehnisse im Kiez rund um die Kurfürstenstraße eine große Rolle. In der Vergangenheit haben besonders das aggressive Auftreten von Freiern und die Prostitutionsanbahnung zu Belästigungen und Verletzungen des Sicherheitsgefühls der Anwohnerinnen und Anwohner geführt. Darüber hinaus kommt es immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen auf Menschen, die sich prostituieren.
Beide Entwicklungen sind deutliche Störungen des ansonsten funktionierenden Miteinanders im Kiez. Die SPD hat darauf zum einen reagiert, indem sie sich vehement und erfolgreich gegen die Pläne für ein zusätzliches sogenanntes Laufhaus gewandt hat, das zu einer deutlichen Überforderung der Nachbarschaft geführt hätte. Durch die Änderung der Straßenverkehrsführung sowie den Umbau von öffentlichen Orten, ist es gelungen, die Belästigung durch den Suchverkehr der Freier einzudämmen und mehr Sicherheit für Anwohner und Anwohnerinnen sowie Menschen, die der Prostitution nachgehen, herzustellen.
Die SPD hat dafür gesorgt, dass Sozialarbeiterinnen eingesetzt werden, die auch die Herkunftssprache der Prostituierten beherrschen. Dies hat Spannungen vor Ort abgebaut und geholfen, Regelungen im Sinne der dort lebenden und arbeitenden Menschen zu treffen. Wir setzen uns für eine finanziell gesicherte und kontinuierliche Fortsetzung der Sozialarbeit ein.
Zudem soll der Internationale Hurentag (2. Juni) dafür genutzt werden, besonders Freier auf einen respektvollen Umgang mit den Sexarbeiterinnen und den Menschen im Kiez hinzuweisen.

Bei der Haushaltsaufstellung und beim Handeln der Verwaltung wollen wir weiterhin darauf achten, dass die Bedürfnisse und Lebenslagen beider Geschlechter Berücksichtigung finden (Gender Mainstreaming und Gender Budgeting). Analog der Regelungen der Senatsverwaltung soll die Betrachtung des bezirklichen Haushaltes durch die Experten/innen des Dezernats für Finanzen erfolgen.“

Andrea Kühnemann – Ihre Kandidatin für Lichtenrade!

Andrea Kuehnemann

Liebe Lichtenraderin, lieber Lichtenrader,

am Sonntag, den 18. September 2011 wird in Berlin das Abgeordnetenhaus neu gewählt. Ich kandidiere für die SPD in Lichtenrade.
Die SPD hat die richtigen Schwerpunkte gesetzt und bereits viel erreicht. Die Wirtschaft ist auf Wachstumskurs, wir haben die gebührenfreie Bildung von der Kita über die Schule bis hin zur Uni eingeführt, den Zugang zum Abitur an jeder Oberschule ermöglicht, über 16.000 neue Kitaplätze geschaffen. Ich möchte Chancengleichheit für jedes Lichtenrader Kind.
Nur mit der SPD gibt es weiterhin die Verbindung aus guter Arbeit, erfolgreicher Wirtschaftspolitik, Wissenschaft und Bildung. In der politischen Arbeit sind mir folgende Themen wichtig:
Wir brauchen lebendige Einkaufsstraßen wie die Bahnhofstraße und eine wohnortnahe Versorgung. Dazu zählen auch wichtige Anziehungspunkte wie Postämter als eigenständige Filialen. Darüber hinaus kämpfe ich gegen die Ansiedlung von Spielhallen.
Ich setze mich als Gewerkschafterin besonders für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Stärkung ihrer Rechte ein, sie sind der Motor unserer Gesellschaft. Ich möchte bezahlbare Mieten in allen Teilen der Stadt. Beim Thema Flugrouten ist es insbesondere durch die Bürgerinitiativen zu deutlichen Veränderungen und sachgerechten Routenkonzepten gekommen.
Wir haben mit Klaus Wowereit den richtigen Regierenden Bürgermeister für Berlin.

Liebe Lichtenraderin, lieber Lichtenrader,
das Gespräch mit Ihnen ist mir sehr wichtig, denn Politik lebt vom Dialog.
In den kommenden Wochen und Monaten werde ich viel in Lichtenrade mit den „roten Westen“ unterwegs sein.
Ich habe an Infoständen, Veranstaltungen, Sprechstunden ein offenes Ohr für Sie.
Sprechen Sie mich an, ich freue mich auf Sie!

Ihre
Andrea Kühnemann

Manuela Harling – Ihre Kandidatin in Mariendorf-Süd/Marienfelde!

Manuela Harlin

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger im Wahlkreis Mariendorf/Marienfelde,

am 18. September finden die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus statt. Nehmen Sie Ihr Recht war, gehen Sie wählen! Nutzen Sie Ihre Stimme, um mit zu entscheiden, wie Berlin regiert wird.
Wir haben in den letzten Jahren viel erreicht. So wurden zum Beispiel über 100.000 neue Arbeitsplätze geschaffen, 16.000 Kita-Plätze eingerichtet. An allen Oberschulen kann jetzt das Abitur abgelegt werden. Klaus Wowereit hat sein Versprechen eingelöst und die Gebührenfreiheit der Bildung in der Kita eingeführt und für das Studium erhalten.
Ich kandidiere für die SPD im Wahlkreis 6, Mariendorf-Süd/Marienfelde-Nord. Nur mit Klaus Wowereit und der SPD gibt es auch weiterhin die erfolgreiche Verbindung aus guter Arbeit, Wirtschaftswachstum und Bildung. Als Gleichstellungspolitikerin weiß ich, dass die Vereinbarkeit von Familie und Beruf für beide Elternteile unverzichtbar ist und auch dies wird es nur mit der SPD geben.

Für uns in Mariendorf-Süd/Marienfelde sind mir zudem folgende Themen wichtig. Unsere Einkaufsstraßen müssen attraktiv sein, weitere Ansiedlungen von Spielhallen muss verhindert werden. Die Lärmbelastung auf der B 96 und der B 101 muss reduziert werden, langfristig muss der Schwerlastverkehr um die Stadt geleitet werden. In unserem Wahlkreis gibt es viele Flächen für Gewerbeansiedlungen, ich möchte mich für innovative Unternehmen einsetzen, die zukunftsträchtige Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen.
In den nächsten Wochen bin ich viel unterwegs im Wahlkreis. Scheuen Sie sich nicht mich anzusprechen. Ich habe immer ein offenes Ohr und nehme Ihre Anliegen ernst.

Ihre
Manuela Harling

Newsletter 07/2011

Un­se­ren News­let­ter fin­det Ihr hier: Newsletter 07/2011

Dilek Kolat – Ihre Kandidatin für Friedenau!

Dilek Kola

Liebe Friedenauer und Friedenauerinnen,

2001 und 2006 haben Sie mich mit dem besten Erststimmenergbnis meiner Partei in das Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Dafür bedanke ich mich ganz herzlich und bitte erneut um Ihr Vertrauen und Ihre Stimme bei den Wahlen am 18. September 2011 in Berlin.

Ich bin stellvertretende Vorsitzende der SPD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus und habe alle Themen, die unsere Stadt vorangebracht haben, maßgeblich mitgestaltet. Meine politischen Schwerpunkte sind Finanz- und Haushaltspolitik, Liegenschaftspolitik, Beteiligungsmanagement und -controlling sowie Gleichstellungs- und Integrationspolitik. In meiner Funktion als finanzpolitische Sprecherin der Fraktion, setze ich meine beruflichen Kompetenzen als Diplom-Wirtschaftsmathematikerin und Bankerin ein, um unsere Defizite im Hauhalt konsequent zu reduzieren und gleichzeitig die wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung der Stadt voranzubringen. Dabei arbeite ich durch die politische und fachliche Steuerung von öffentlichen Unternehmen an einem sinnvollen Einsatz unseres Landesvermögens.

In meinem Wahlkreis Friedenau liegt mir sehr viel am Erhalt kultureller Einrichtungen und der Gestaltung öffentlicher Plätze, wie den Friedenauer Kammerkonzerten, dem Kleinen Theater am Südwestkorso und der Neugestaltung des Breslauer Platzes mit seinem allwöchentlichen Markt. Viele Aktivitäten vor Ort habe ich von Anfang an begleitet, zum Beispiel die Rheinstraßen-Initiative, in der die Förderung des Einzelhandels im Mittelpunkt steht oder den Verein Friedenau-Integrativ, der sich für Integration einsetzt.

Bitte gehen Sie am 18. September wählen und geben Sie mir Ihre Stimme. Ich möchte in Zukunft noch viele Themen für Berlin und in meinem Wahlkreis Friedenau anpacken.

Ihre Dilek Kolat

Annette Fugmann-Heesing – Ihre Kandidatin für Schöneberg-City!

Annette Fugmann-Heesing

Liebe Schönebergerinnen und Schöneberger,

ich bitte um Ihre Stimme am 18. September. Viele kennen mich als energische Politikerin für solide Finanzen. Verlassen Sie sich darauf, ich streite weiter für Sie. Dabei geht es mir auch um gute Schulen und Hochschulen und eine starke Wirtschaft, die moderne und gerecht bezahlte Arbeitsplätze schafft.

Meine Aufgabe als Politikerin sehe ich nicht in der Befriedigung einzelner Interessen, sondern in der Entwicklung neuer, interessanter Lösungen zur Herstellung wirklicher Gerechtigkeit. Deshalb engagiere ich mich besonders in der Bildungs- und Wissenschaftspolitik.

Sie haben mir Ihr Vertrauen gegeben und mich zweimal direkt ins Berliner Abgeordnetenhaus gewählt. Als Mitglied im Kulturausschuss und Vorsitzende des Wissenschaftsausschusses arbeite ich da erfolgreich in den für die wirtschaftliche Dynamik der Stadt zentralen Politikfeldern.

Seit fünfzehn Jahren bin ich leidenschaftliche Schönebergerin, weil es hier so bunt und lebensnah ist. Mir gefällt das offene Klima, die sichere Umgebung, die U-Bahn, das Herz für soziale Nachbarschaften. Die Berlinerinnen und Berliner wissen: Für dieses offene, tolerante, liberale Berlin ist Klaus Wowereit der richtige Regierende Bürgermeister.

Wenn Sie wählen gehen, machen Sie die Bürger stark. Sie bestimmen den Trend. Es würde mich freuen, wenn Sie mir Ihre Stimme geben.

Herzlichst
Ihre Annette Fugmann-Heesing

Weitere Informationen finden sie unter www.annette-fugmann-heesing.de

Starke Frauen für Berlin!

Mit unseren Kandidatinnen für das Berliner Abgeordnetenhaus sind wir gut aufgestellt. Wir haben in der Hälfte der Wahlkreise engagierte und qualifizierte Frauen aufgestellt. Unsere Direktkandidatinnen arbeiten seit Jahren in unterschiedlichen Politikfelder und sind durch die AsF vernetzt.
Im Wahlkreis Schöneberg kandidiert mit Annette Fugmann-Heesing eine ausgewiesene Wissenschaftsexpertin, für Friedenau tritt die haushaltspolitische Sprecherin der SPD-Fraktion, Dilek Kolat an. Im Wahlkreis Mariendorf-Süd/Marienfelde-Nord stellt sich die Gleichstellungspolitikerin Manuela Harling der Wahl. Im Wahlkreis Lichtenrade kandidiert Andrea Kühnemann, die als Gewerkschafterin sich der Arbeitsmarktpolitik verschrieben hat.

AGH_Frauen
v.l.n.r. Annette Fugmann-Heesing, Andrea Kühnemann, Dilek Kolat, Manuela Harling

Handeln statt reden. Gleichstellungspolitik in Berlin!

In Berlin ist dank der SPD frauenpolitisch viel los. Handeln statt reden. Gleichstellungspolitik in Berlin statt reden heißt der gleichstellungspolitische Abschnitt im Wahlprogramm der Berliner SPD. Hier ein Ausschnitt:

Einsatz gegen Diskriminierung
Die SPD hat sich für mehr Gleichstellung in Berlin eingesetzt. Der SPD-geführte Senat tritt der Diskriminierung von Menschen aufgrund ihres Geschlechts, Glaubens, ihrer ethnischen Herkunft, sexuellen Identität oder einer Behinderung energisch und durch diverse Intiativen entgegen.
Durch das „Gender Budgeting“, also die geschlechtersensible Haushaltsführung, und das Landesgleichstellungesetz ist die Stadt Vorreiterin bei der Durchsetzung der grundgesetzlich garantierten Rechts auf Gleichstellung geworden. Das Berliner Programm zur Förderung der Chancengleichheit hat den Frauenanteil in Forschung und Lehre erhöht. Öffentliche Auftragsvergabe und Bewilligung von Steuergeldern an Unternehmen sind an die Darlegung von Frauenfördermaßnahmen geknüpft.

Wir bringen Frauen in Führungspositonen
Und wo andere noch über Frauen in Führungspositionen diskutieren haben wir gehandelt: Die hälfte aller Staatssekretärspositionen ist mit Frauen besetzt. Wir haben die Frauenquote von 40% in den Aufsichtsräten der Landeseigenen Betriebe bereits übertroffen, auch in die Vorstände ziehen immer mehr Frauen ein. Und in der Justiz ist ein erheblicher Anteil der Präsidenten- und Richterämter durch Frauen besetzt.

Mehr Informationen und gleichstellungspolitische Themen finden Sie im Landeswahlprogramm der SPD Berlin.

Wahlkampfflyer der ASF Tempelhof-Schöneberg ist da!

Unser Flyer ist da. Ab jetzt bis zum 18. September informiert Sie unser Flyer über die Kandidatinnen für das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung sowie über die tollen Aktivitäten der Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen.

Flyer vorne
Flyer hinten

Was die Frau von Berlin wissen muss – Ein Stadtspaziergang durch Schöneberg für Frauen

Kinderbetreuung, Erziehungskonzepte, Reformpädagogik, Frauenerwerbsarbeit, Ausbildung, Gesundheitsversorgung, §218 und vieles mehr waren die Themen, die auf dem Weg von der Karl-Schrader-Str bis zur Potsdamer Str. angesprochen wurden.
Wer glaubt hier die Schlagworte der Parteien für die Abgeordnetenhauswahlen zu lesen, irrt. Um all das ging es bei der Führung „Was die Frau von Berlin wissen muss“, die die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen Tempelhof-Schöneberg angeboten hatte am Sonntag, den 26. Juni 2011. Claudia v. Gèlieu, die seit 25 Jahren Frauenstadtführungen durchführt, hatte eine Tour zu den Stätten der alten und der neuen Frauenbewegung in Schöneberg ausgearbeitet. Stadträtin Angelika Schöttler begrüßte die Teilnehmerinnen und Annette Fugmann-Heesing, Mitglied des Abgeordnetenhauses sowie Manuela Harling, Kandidatin für das Abgeordnetenhau, waren gekommen um als Ansprechpartnerinnen für die Teilnehmerinnen zur Verfügung zu stehen. Als Jugendstadträtin konnte Angelika Schöttler auch Informationen zum einzigen Mädchentreff in Schöneberg zusteuern. Der Mädchentreff Cafe Pink hat sich passender weise mitten in die Orte der Frauenbewegung einquartiert. Die alte bürgerliche Frauenbewegung und die neue Frauenbewegung hatten ihre Domizile quasi an den selben Orten und auch die Themen rund um die Bereiche Kinder, Arbeit und Gesundheit tauchten zum Erstaunen der Teilnehmerinnen sowohl bei den Orten der alten als auch bei den Orten der neuen Frauenbewegung auf.
Und da die Führung nicht weit vom schwul-lebischen Stadtfest stattfand, gab es auch eine kleine Anekdote zum lesbischen Leben in Schöneberg. Denn der Weg führte am alten Telegrafenamt vorbei. Ein reiner Frauenarbeitsplatz, daher auch die Bezeichnung „Fräulein vom Amt“. 500 Frauen wurden damals für die Telefonvermittlung gebraucht, darunter auch etliche lesbische Frauen, die niemals das Geld gehabt hätten, um in den schon damals existierenden einschlägigen Bars in Schöneberg Bekanntschaften zu machen. Das konnten sie aber sehr wohl an ihrem Arbeitsplatz.
FÃ&frac14;hrung Frauenbewegung

Public Viewing zum Start der Frauen-Fußball-WM

Die Schöneberger SPD-Frauen organisieren ein großes Public-Viewing zum Start der Frauen-Fußball-WM am 26. Juni 20100 ab 17.30 Uhr im Kulturfleck in der Ebersstraße 89 –Sie sind alle herzlich eingeladen! Anstoß ist um 18.00 Uhr und dann heißt es Daumendrücken im Spiel Deutschland-Kanada.

Führung durch Schöneberg: „Was die Frau von Berlin wissen muss“

Flyer FÃ&frac14;hrung Schöneberg

Sie sind herzlch ein­ge­la­den zu einer Füh­rung zu Ge­schich­te und Ge­gen­wart mit Clau­dia von Gélieu, Frau­en­tou­ren:
„Was die Frau von Ber­lin wis­sen muss“ Er­in­ne­run­gen an Pro­jek­te der Frau­en­be­we­gun­gen in Schö­ne­berg“
So, 19. Juni, 10:45 – 13:00
Treff­punkt: U Ei­se­nach­er­stra­ße, Aus­gang Schwä­bi­sche Stra­ße

Schö­ne­berg ge­hör­te zu den Zen­tren so­wohl der ers­ten als auch der neuen Frau­en­be­we­gung. Das En­ga­ge­ment der Frau­en über mehr als 150 Jahre hat hier nicht nur ein­drucks­vol­le Spu­ren hin­ter­las­sen. Man­che der von den Frau­en in­iti­ier­ten Pro­jek­te sind auch heute noch sehr le­ben­dig. Bei der Füh­rung vom Pes­ta­loz­zi-​Frö­bel-​Haus bis zur Frau­en­kul­tur­zen­trum Be­gi­ne in der Pots­da­mer Stra­ße wird nach Ge­mein­sam­kei­ten und Un­ter­schie­den der Frau­en­auf­brü­chen nach 1848 und nach 1968 ge­fragt, nach Kon­ti­nui­tä­ten und Brü­chen, vor allem aber: Was bleibt und er­in­nert? Denn eine Zu­kunft hat die Frau­en­be­we­gung nur, wenn sie über die Ge­gen­wart ihre Ver­gan­gen­heit nicht ver­gisst.

Mit dabei sind Angelika Schöttler – sie kandididiert auf Listenplatz 1 als Bürgermeisterin für Tempelhof-Schöneberg – und die Direktkandidatinnen für das Abgeordnetenhaus Annette Fugmann-Heesing für den Wahlkreis Schöneberg-City und Manuela Harling für den Wahlkreis Mariendorf-Süd/Marienfelde-Nord .

Die An­zahl der Plät­ze ist be­schränkt. Um An­mel­dung wird ge­be­ten: anmeldung@​asf-ts.​spd-​ber­lin.​de

Newsletter 06/2011

Unseren Newsletter findet Ihr hier: Newsletter 06/2011

Newsletter 05/2011

Unseren Newsletter findet Ihr hier: Newsletter 05/2011

Geh- und Radwegbrücke zum Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße nach Hertha Block symbolisch benannt

Am 30.4.2011 nahmen Frauen der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg, Mitglieder der ASF, Angelika Schöttler und Oliver Schworck an der symbolischen Benennung des Steges auf der Höhe General-Pape-Straße 62-66 teil.
Die Frage der Benennung eines Steges zwischen den Kleingarten Kolonien und der General-Pape-Straße hat auch im Kulturausschuss der BVV Tempelhof-Schöneberg eine große Rolle gespielt.
Um die Benennung des Steges nach einer Frauen umgehen zu können, haben die Bezirksgrünengemeinsam mit der CDU gegen die Stimmen der SPD im Kulturausschuss entschieden den Steg nach dem Plattenlabel und der Tochterfirma der EMI „Blue Note“ zu benennen (wie z.B. Siemens-Damm). Die SPD hat an ihrem Beschluss festgehalten und sich dafür eingesetzt, dass eine Frau, die im Bezug zum SA-Gefängnis Pape-Straße steht und im Widerstand gekämpft hat dort geehrt wird – die Sozialdemokratin, Hertha Block.


v.l.n.r Oliver Schworck, Melanie Kühnemann, Elke Ahlhoff, Angelika Schöttler, Marijke Höppner, Manuela Harling, Andrea Kühnemann, Gudrun Blankenburg, Rita Robinson

Führung durch Schöneberg: „Was die Frau von Berlin wissen muss“

Sie sind herzlch eingeladen zu einer Führung zu Geschichte und Gegenwart mit Claudia von Gélieu, Frauentouren:

„Was die Frau von Berlin wissen muss“ Erinnerungen an Projekte der Frauenbewegungen in Schöneberg

So, 19. Juni, 10:45 – 13:00
Treffpunkt: U Eisenacherstraße, Ausgang Schwäbische Straße

Schöneberg gehörte zu den Zentren sowohl der ersten als auch der neuen Frauenbewegung. Das Engagement der Frauen über mehr als 150 Jahre hat hier nicht nur eindrucksvolle Spuren hinterlassen. Manche der von den Frauen initiierten Projekte sind auch heute noch sehr lebendig. Bei der Führung vom Pestalozzi-Fröbel-Haus bis zur Frauenkulturzentrum Begine in der Potsdamer Straße wird nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden der Frauenaufbrüchen nach 1848 und nach 1968 gefragt, nach Kontinuitäten und Brüchen, vor allem aber: Was bleibt und erinnert? Denn eine Zukunft hat die Frauenbewegung nur, wenn sie über die Gegenwart ihre Vergangenheit nicht vergisst.

Eigenbeteiligung: 2 EUR
Die Anzahl der Plätze ist beschränkt. Um Anmeldung wird gebeten: anmeldung@asf-ts.spd-berlin.de

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SPD fordert die Benennung der neuen Geh- und Radwegbrücke zum Gedenkort SA-Gefängnis Papestraße nach Hertha Block

Von März bis Dezember 1933 befand sich in der General-Pape-Straße das Gefängnis der SA. Über 2000 Menschen, vor allem politische Gegner der NS-Bewegung, wurden hier inhaftiert. Viele Häftlinge wurden misshandelt und gefoltert. Eine von ihnen war Hertha Block, die in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts Bibliothekarin in der Stadtbücherei Wilmersdorf war. Als Mitglied im Bund proletarisch-revolutionärer Schriftsteller, der nach 1933 versuchte, den Nationalsozialismus mit schriftstellerischen Mitteln zu bekämpfen, wurde sie im Juni 1933 zusammen mit zwei anderen Mitstreitern verhaftet. Vor der Überstellung ins Frauengefängnis in der Barnimstraße war sie insgesamt acht Wochen im SA-Gefängnis Papestraße inhaftiert. Im September 1936 wurde sie aus dem Öffentlichen Dienst entlassen. 1936 wurde sie erneut verhaftet und zu 15 Monaten Haft wegen Hochverrats verurteilt. Ab 1945 arbeitete Hertha Block unermüdlich mit am Wiederaufbau der Wilmersdorfer Stadtbibliothek.
1992 hat die Berliner Geschichtswerkstatt e.V. die in Vergessenheit geratenen Haftkeller im heutigen Gebäude Werner-Voß-Damm 54a wiederentdeckt und der Bezirk Tempelhof-Schöneberg hat die Forderung von ehemaligen Häftlingen und ihren Nachfahren, von der Geschichtswerkstatt, von Besuchern/innen und Interessierten nach Einrichtung einer Gedenkstätte aufgenommen und unterstützt. Mit Mitteln des städtebaulichen Programms »Stadtumbau West« konnte 2010 die bauliche Realisierung des Gedenkortes umgesetzt werden.
„Eine Benennung der Brücke nach Hertha Block“, so die kulturpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion Melanie Kühnemann, „entspricht nicht nur der besonderen Nähe zum SA-Gefängnis Papestraße, sondern auch der bezirklichen Gedenkkultur. Von Besucherinnen und Besuchern des SA-Gefängnisses wird die Benennung nach einem Opfer des SA-Terrors gefordert. Dieser Forderung kommen wir gerne nach.“

Die symbolische Benennung findet am 30.April 2011um 13:00 Uhr vor dem Grundstück General-Pape-Straße 62-66 statt.

Newsletter 04/2011

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100 Jahre Internationaler Frauentag

Die ASF Tempelhof-Schöneberg wünscht allen Frauen einen wunderschönen Frauentag!

Newsletter 03/11

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Erster Gleichstellungsbericht der Bundesregierung vorgeleg

von Margrit Zauner, Beisitzerin im Bundesvorstand der ASF

Am 25. Januar 2011 hat die Sachverständigenkommission ihr Gutachten an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für den ersten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung übergeben. Dabei hat sich gezeigt, dass die Experten in vielen Punkten mit Forderungen der SPD übereinstimmen. So schlägt sie die Einführung eines gesetzlichen Mindestlohns vor und flankiert damit die Forderungen der SPD und der Gewerkschaften.
Die Kommission spricht sich weiterhin dafür aus, eine Geschlechterquote für Aufsichtsräte einzuführen. Die Nichteinhaltung der Quotenregelung sollten, nach einer hinreichenden Übergangsphase, effektiv sanktioniert werden. Zusätzlich spricht sich die Kommission für eine Mindestanteilsregelung von Frauen in Führungspositionen aus.
Die Kommission empfiehlt weiter, die Kinderbetreuungsmöglichkeiten quantitativ und qualitativ auszubauen. Die Betreuungszeiten von Kindereinrichtungen sollten vom Angebot den ganzen Tag abdecken.
Außerdem sollte das Ausbautempo des Kinderbetreuungsangebots für unter Dreijährige beschleunigt werden.
Die Sachverständigenkommission hat ein gutes und fundiertes Gutachten abgeliefert. Jetzt ist die Bundesregierung am Zug und sollte Vorschläge einbringen, die den Handlungsempfehlungen folgen.

Dieser Beitrag ist erschienen im Newsletter 03/2011 der ASF Berlin.

Newsletter 02/2011

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Newsletter 01/2011

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Newsletter 12/2010

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Newsletter 11/2010

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Mechthild Rawert, MdB, stellt Kunst von Prostitutierten der Kurfürstenstraße aus!

Nun hängt das Bild endlich im Wahlkreisbüro von Mechthild Rawert (Mitglied des Bundestags für Tempelhof-Schöneberg). Gleich im vorderen Raum findet sich das große Gemälde mit den vielen bunten Handabdrücken. Schaut man genauer hin, dann erkennt man Linien, die von einer Hand zur nächsten führen und auf den Linien stehen Wünsche wie Glück, Liebe, Frieden,… Das besondere an dem Gemälde: Die Künstlerinnen sind Prostituierte der Kurfürstenstraße. Es ist im Rahmen eines Kunstprojektes im Frauentreff Olga e.V. entstanden.
Angeleitet durch die Künstlerin Anita Staud, zeichnen und malen dort vor allem drogenabhängige Sexarbeiterinnen. Das Kunstprojekt dient dazu die Frauen in ihren künstlerischen Fähigkeiten zu bestärken und Ihnen das Selbstvertrauen zu geben auch in anderen Bereichen Erfolg zu haben.
Gemälde aus dem Frauentreff Olga
Wir freuen uns sehr, dass diese Gemälde nun im Wahlkreisbüro von Mechthild Rawert zu finden ist. Es lohnt sich während der Geschäftszeiten mal durch das große Schaufenster zu schmulen. Mehr zu Mechthild Rawert findet Ihr unter www.mechthild-rawert.de

Besuch im Wohnungsbordell – eine nicht alltägliche Betriebsbesichtigung

Von Marijke Höppner und Manuela Harling

Prostitution wird als das älteste Gewerbe der Welt bezeichnet. Es gibt sie überall. Anders als andere deutsche Städte gibt es in Berlin einen toleranten Umgang mit dem Thema. Dies lässt sich auch daran ablesen, dass es in Berlin keine Sperrbezirke gibt, die Prostituierten also im gesamten Stadtgebiet ihre Dienste anbieten können.

Aufgrund des liberalen Umgangs existieren zahlreiche Wohnungsbordelle bzw. bordellartige Betriebe in Berlin – zum Teil schon seit Jahrzehnten. Seit 2001ist Prostitution nicht mehr sittenwidrig. Prostituierte können sich „ehrlich“ machen, sie müssen, um Kranken- oder auch Rentenversicherungen einzugehen, keine falschen Angaben zum Beruf mehr machen. Sie können Ansprüche auf Arbeitslohn gerichtlich durchsetzen. Sie sind allerdings auch Steuerpflichtig, die Finanzverwaltung hat ein System zur Umsatzsteuererhebung für Prostituierte (Pauschlisiertes Verfahren) eingeführt.
Im Vertrauen auf die neue Rechtslage sind in den letzten Jahren auch immer mehr Bordellbetreiber auf die Idee gekommen ihre Betriebe nicht mehr als „Gewerbsmäßige Zimmervermietung“, sondern als Bordell oder als bordellartigen Betrieb anzumelden.
Seit dem erlebt Berlin eine „Schließungs-welle“, denn das Gesetz zur Regelung der Rechtsverhältnisse von Prostituierten steht der baurechtlichen Rechtsprechungspraxis entgegen.
Nach einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes aus dem Jahr 1983 sind Bordelle und bordellartige Betriebe in Wohnund Mischgebieten unzulässig. Nach Meinung des Gerichtes gehen mit der Prostitution grundsätzlich „milieuschädigende Begleiterscheinungen“einher. Lärm(grölende Freier), Dreck(herumliegende Kondome), Kriminalität (Drogenkonsum und -handel, Zuhälterei etc.)sollen kennzeichnend für das“älteste Gewerbe der Welt“ sein.
Auch in Tempelhof-Schöneberg wurden Betriebe in Wohngebieten geschlossen und weiteren Betrieben wurde die Nutzungsuntersagung angedroht.
Der Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen(BSV), der sich im Jahr 2002 gegründet hat, hat auf die Schließungen aufmerksam gemacht. Er unterstützt Bordellbetreiber bei Gerichtsverfahren, er hat ein Soziologisches Gutachten in Auftrag gegeben und er macht Öffentlichkeitsarbeit.
Der BSV hat auch ermöglicht, dass BVV-Mitglieder sich Wohnungsbordelle ansehen konnten, um sich selbst ein Bild machen zu können über die Sozialverträglichkeit.
So besuchten im Oktober sechs Mitglieder der SPD Fraktion Tempelhof-Schöneberg insgesamt 5 verschiedene „Wohnungsbordelle“ in drei Bezirken.
Laut einem soziologischen Gutachten ist typisch für so genannte Wohnungsbordelle „das ruhige und diskrete Auftreten, die äußerliche Unauffälligkeit, das Private, die Distanz von Gewalt und Zwang sowie Drogen- und Alkoholfreiheit.“ Ziel war es zu schauen, ob genau dies stimmt und wie die besuchten Wohnungsbordelle in ihr Umfeld integriert sind.
Die erste Adresse auf der Liste lag in Friedenau – in einem Mischgebiet von Gewerbe und Wohnen. Der Betreiber Tom führte die Gruppe durch den Betrieb mit drei Zimmern. Beschwerden wegen Lärmbelästigung hätte es noch nie gegeben, erzählte er. Die „Gäste“ bemühen sich so diskret wie möglich aufzutreten und wollen eher nicht erkannt werden. Zwei Koniferen jeweils links und rechts vor dem Eingang helfen, dass die Freier ohne viel Aufsehen in die Wohnung gelangen. Auch von außen ist kaum zu erkennen, dass sich hier ein Wohnungsbordell befindet. Nur eine Lichtschlange soll zeigen, was hinter dem Fen-
ster geschieht. Den benachbarten Weinhändler stört das Wohnungsbordell nicht besonders. Nur manchmal verirre sich ein Freier in seinen Laden. Ihm sei das kleine unauffällige Wohnungsbordell lieber, als ein Großbordell und eine Ballung von Betrieben wie in der Potsdamer Straße.
Mit 350 qm ist die Agentur Liberty in der Potsdamer Straße weit größer. Jedes der elf
„Arbeitszimmer“ ist individuell eingerichtet. Im Aufenthaltsraum können die „Mädchen“ gemeinsam Essen und Trinken. Eine Wirtschafterin kümmert sich um die Frauen. Alkohol und Drogen sind verboten. Direkt über einem großen Erotikcenter gelegen, befindet sich das Wohnungsbordell in einem so genannten Kerngebiet. Es ist erst vor kurzem aus einer Wohngegend in Wilmersdorf dorthin gezogen. Doch die Nachbarschaft zum Erotikcenter bescherte ihr auch Probleme, die sie vor ihrem Umzug nicht kannte. „Stricher“ verrichten ihr Geschäft im Hinterhof. Einige Frauen mussten aufgrund von Drogenkonsum im Hin-
terhof entlassen werden.
In einem reinen Wohngebiet liegt das 3-Zimmer-große Wohnungsbordell, dass danach besichtigt wurde. Nach einer Führung durch die Räume erzählte der Betreiber , warum er sich entschieden hat nicht zu expandieren. Ab einer bestimmten Größe, die z.B. Laufhäuser haben, sind die Einrichtungen kriminalitätsanfälliger. Schutzgelderpressungen, Gewalt und Drogen
würden über organisierte Kriminalität in große Betriebe getragen. Dort vermischten sich Kriminalität und Halbwelt leichter. Das würde auch bis zu Menschenhandel und Zwangsprositution reichen.
In kleineren Betrieben entsteht eher eine persönliche Betreuung zwischen den BetreiberInnen und den Prostituierten. Darüber hinaus integrieren sie sich häufig besser in das Stadtbild und in die Hausgemeinschaft berichtet Frau Klee vom BSV im vierten Wohnungsbordell . U.a. nehme man die Pakete für die Nachbarn an.
Als Fazit dieser Bordelltour lässt sich festhalten, dass die Schließung von Wohnungsbordellen mit der Argumentation des Bundesverwaltungsgerichtes – auf das sich die Berliner Bauämter in ihren Nutzungsuntersagungen immer berufen, nicht nachvollziehen lässt. Es scheint vielmehr sinnvoll zu sein den jeweiligen Einzelfall zu prüfen und den vorhandenen Ermessensspielraum zu nutzen.

Erschienen in der Berliner Stimme Nr. 22 vom 17.11.2007

Eine Große Anfrage unter dem Titel „Seriös geführte Wohnungsbordelle nicht schließen“ gestellt durch die BV Marijke Höppner, finden Sie hier.

Die Hälfte des Himmels… Listenaufstellung in Tempelhof-Schöneberg

Am 27. November fand die Kreisdelegiertenversammlung, also der Bezirksparteitag, der SPD Tempelhof-Schöneberg statt. Diesmal wurden in einer achteinhalb stündigen Sitzung die Listen für das Abgeordnetenhaus und die Bezirksverordnetenversammlung aufgestellt. Wir konnten unsere Kandidatinnen entsprechend unserer Nominierungsfolge durchsetzen.
Dem Anspruch der ASF eine Vertretung von Frauen von 50 % zu erzielen, konnte umgesetzt werden. Wir freuen uns auf einen kreativen Wahlkampf mit viel Frauenpower!

Folgende Frauen wurden aufgestellt…

…für das Abgeordnetenhaus:
Platz 2) Dilek Kolat (Friedenau)
Platz 4) Annette Fugmann-Heesing (Schöneberg Nord)
Platz 5) Andrea Kühnemann (Lichtenrade)
Platz 7) Manuela Harling (Mariendorf Süd/Marienfelde Nord)

…für die Bezirksverordnetenversammlung:
Platz 1) Angelika Schöttler (Kandidatin für das Amt der Bürgermeisterin)
Platz 3) Elke Ahlhoff (Friedenau)
Platz 5) Melanie Kühnemann (Lichtenrade/Marienfelde)
Platz 7) Karin Dehn (City)
Platz 9) Marijke Höppner (Friedenau)
Platz 11) Ingrid Kühnemann (Lichtenrade/Marienfelde)
Platz 13) Nihan Dönertas (Schöneberg)
Platz 15) Annette Schulz-Schöllhammer (City)
Platz 17) Gudrun Blankenburg (Friedenau)

Setze ein Zeichen gegen jegliche Gewalt an Frauen!

Fahne Terre des femmes Menschen in aller Welt setzen am 25. November ein Zeichen gegen jegliche Gewalt an Frauen. Diesen Mittwoch hisst die Frauenbeauftragte von Tempelhof-Schöneberg Ursula Hasecke zeitgleich mit dem Klang der Freiheitsglocke um 12 Uhr die Fahne von Terre des Femmes als Zeichen der Ächtung von Gewalt an Frauen. Ihr seit eingeladen an diesem Moment der Mahnung teilzunehmen. Rathaus Schöneberg, John-F.-Kennedy-Platz (Bus M46, 104, U4, U7).

Am Abend wird das
Theaterstück ‚Barbara‘ von 19 bis 22 Uhr kostenfrei im KoKuma (Rathausstr. 28, Berlin-Mariendorf) aufgeführt.
Informationen gibt es unter www.kokuma.com: „Das Theaterstück handelt von Anna ist alleinstehend, verdient gut, geht aus. Einer wirklichen Begegnung geht sie aus dem Weg. Anna trifft Georges im Tanzcafé. Barbara hat die „echten“ Probleme, die Annas Schwierigkeiten nichtig erscheinen lassen. Als Barbara die Vorladung erhält, weiß Anna, dass eine Abschiebung unwahrscheinlich ist. Die richtigen Worte findet sie nicht.“
Im Anschluss findet eine Diskussion zum Thema Häusliche Gewalt und Migration statt.